Fendi
Fendi tut etwas, das unter den großen Häusern fast niemand tut, und das wir in unserer gesamten Stichprobe bisher nur bei einem schwäbischen T-Shirt-Hersteller gefunden hatten.
Fendi
- Herkunft
- Italien
- Gegründet
- 1925
- Konzern
- LVMH
- Produktion
- Lieferantenliste veröffentlicht
- Kernmaterialien
- Leder, Pelz, Textil
- Preisniveau
- 4/4
Wie viel diese Marke offenlegt und wie viel davon wir prüfen konnten. Es ist keine Qualitätsnote — eine Materialzeile sagt nichts darüber, wie gut ein Stoff ist. Wie wir das berechnen
- Produktions-Offenlegung 25/25
- Verlinkte Quellen 20/20
- Eigene Materialprüfung 0/15
- Flächengewicht angegeben 0/12
- Herstellungsland je Produkt 0/10
- Konstruktionsangaben vorhanden 0/10
- Kostenaufbau veröffentlicht 0/8
Beleglage zum Preis Weniger, als dieses Preisband üblicherweise belegt
461 Betriebe, mit Namen und Straße
Am 30. Juli 2026 haben wir die Seite „Traceability of Supply Chain" auf fendi.com geöffnet. Dort steht keine Absichtserklärung, sondern eine Liste: Zulieferer mit Firmennamen, Adresse, Produktkategorie und Mitarbeiterzahl, dazu eine Tabelle zum Herunterladen.
Die Verteilung nach Ländern nennt das Haus selbst — Italien 440, Frankreich 7, Spanien 6, China 2, Schweiz 2, Portugal, Albanien, Indien und Mauritius je einer. Zusammen 461 Betriebe. Im Text stehen Namen wie „GUIDA ITALY SRL" samt Straße, nicht nur Kategorien.
Eine Liste, die man widerlegen kann, ist etwas anderes als ein Versprechen, das man glauben soll.
Was das im eigenen Konzern bedeutet
Fendi gehört seit 2000 zu LVMH, seit 2001 als Mehrheitsbeteiligung. Im selben Konzern nennt Loewe auf der Produktseite kein Herstellungsland und Celine ebenfalls nicht — geprüft am selben Tag.
Damit ist die bequeme Erklärung erledigt, Intransparenz liege am Luxussegment oder an der Branche. Sie liegt am Haus. Fendi erreicht dieselbe Offenlegungsstufe wie Trigema, ein schwäbischer T-Shirt-Hersteller — zwei Unternehmen ohne jede Gemeinsamkeit außer dieser.
Das Produkt
Die Baguette 26424 aus Kalbsleder, Artikelnummer 8BR850B14MF0QA1, kostet 2.700 Euro. Die Seite nennt „100 % Kalbsleder" und „Made in Italy". Die Baguette gibt es seit 1997; sie und die Peekaboo sind die Taschen, für die das Haus bekannt ist.
Gegründet wurde Fendi 1925 in Rom von Adele und Edoardo Fendi. Seit dem 14. Oktober 2025 ist Maria Grazia Chiuri Chief Creative Officer — sie kam von Dior, wo sie im Mai 2025 die Damenmode abgegeben hatte. Auch das ein Wechsel innerhalb von LVMH.
Was die Liste nicht leistet
Sie endet bei den direkten Zulieferern.
Wo Garne gesponnen und Häute gegerbt werden, steht überwiegend nicht darin. „Tier 1" ist ein Anfang, keine vollständige Kette.
Und sie ist kein Prüfbericht.
Dass ein Betrieb genannt wird, sagt nichts über die Bedingungen darin. Wir haben keinen dieser Betriebe besucht und keine Prüfung eingesehen.
Nachprüfbare Angaben mit Quelle, keine Bewertung. Eine eigene Ethik-Note vergeben wir nicht — dafür führt der externe Link weiter.
- Lieferantenliste veröffentlicht
- Liste ansehen
Was wir belegen können
- Lieferantenliste mit Firmennamen, Adressen, Produktkategorie und Mitarbeiterzahl, gelesen am 30. Juli 2026
- Länderverteilung nach eigener Angabe: Italien 440, Frankreich 7, Spanien 6, China 2, Schweiz 2, Portugal 1, Albanien 1, Indien 1, Mauritius 1
- Tabelle der Zulieferer steht als Datei zum Herunterladen bereit
- Baguette 26424, 2.700 €, „100 % Kalbsleder", „Made in Italy" (Art. 8BR850B14MF0QA1)
- Gegründet 1925 in Rom von Adele und Edoardo Fendi
- LVMH erwirbt Fendi im Jahr 2000 und wird 2001 Mehrheitsaktionär (Angabe von LVMH)
- Maria Grazia Chiuri seit 14. Oktober 2025 Chief Creative Officer, zuvor Dior
Was nicht
- Wo Garne gesponnen und Häute gegerbt werden — die Liste umfasst überwiegend die direkten Zulieferer
- Die Bedingungen in den genannten Betrieben; wir haben keinen besucht und keine Prüfung eingesehen
- Welcher Betrieb welches Produkt fertigt — die Liste ordnet nicht Artikel zu Werk zu
- Ob die Angabe zum Übernahmejahr stimmt; LVMH nennt 2000/2001, andere Darstellungen nennen 1999
Quellen
4 insgesamt · intern archiviert- Lieferantenliste mit Namen, Adressen und Länderverteilung — Fendi Abgerufen 30. Juli 2026
- Baguette 26424, 2.700 €, „Made in Italy" — Fendi Abgerufen 30. Juli 2026
- Gründung 1925, Übernahme durch LVMH 2000/2001 — LVMH Abgerufen 30. Juli 2026
- Maria Grazia Chiuri zur Chief Creative Officer ernannt — LVMH Abgerufen 30. Juli 2026
Leser-Erfahrungen zu Fendi
Das sind Erfahrungen von Leserinnen und Lesern, keine Bewertung unserer Redaktion. Wir testen nicht — wir belegen. Jeder Beitrag wird vor der Veröffentlichung geprüft.
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Häufige Fragen
Veröffentlicht Fendi wirklich seine Zulieferer?
Ja. Die Seite „Traceability of Supply Chain" listet Betriebe mit Firmennamen und Adressen, dazu eine Datei zum Herunterladen. Wir haben sie am 30. Juli 2026 selbst geöffnet und die Länderverteilung mit 461 Betrieben vorgefunden.
Wo wird Fendi hergestellt?
Die von uns gelesene Produktseite nennt „Made in Italy", und die Lieferantenliste weist 440 von 461 Betrieben in Italien aus. Einzelne Betriebe liegen in Frankreich, Spanien, China, der Schweiz, Portugal, Albanien, Indien und Mauritius.
Wem gehört Fendi?
LVMH. Der Konzern erwarb das Haus nach eigener Angabe im Jahr 2000 und wurde 2001 Mehrheitsaktionär.
Ist Fendi damit transparenter als andere Luxushäuser?
Bei der Lieferkette ja, und deutlich. Im selben Konzern nennen Loewe und Celine auf ihren Produktseiten nicht einmal ein Herstellungsland.