Marken-Porträts
Recherchierte Porträts von Kleidungs-, Accessoire- und Schmuckmarken — wem sie gehören, wo produziert wird, woraus die Ware besteht. Jede Aussage trägt eine verlinkte Quelle.
Gegründet 1946, seit 2017 direkt unter LVMH. Sechs Produktseiten gelesen — alle sechs nennen das Herstellungsland. Loewe, dasselbe Haus im selben Konzern, nennt keines.
Spanisches Lederhaus von 1846, seit 1996 vollständig LVMH. Wir haben eine Tasche für 4.300 Euro gelesen — mit Materialangabe, ohne Herstellungsland.
Französisches Label, Schweizer Eigentümer — und der deutlichste Fall auf dieser Seite für einen Preis, den keine Materialangabe erklärt.
Die einzige Marke unserer Stichprobe, die ihre einzelnen Werke mit Ortsnamen benennt.
Ein Oversize-T-Shirt für 39 Euro nennt das Land, den Betrieb „DENIZ TEKSTIL SAN.TIC. A.S", die Anschrift in Denizli und 251 Beschäftigte.
Der Alukoffer für 1.800 Euro nennt Deutschland als Fertigungsland. Der Polycarbonat-Koffer für 940 Euro sagt nur „Designed in Deutschland". Zwei Sätze, ein Unterschied.
Auf der Produktseite eines T-Shirts stehen Lieferant, Fabrikname, vollständige Anschrift und die Zahl der Beschäftigten. Keine Luxusmarke unserer Stichprobe tut das.
Ein Strick-T-Shirt für 59 Euro nennt Land, Firmenname, Adresse und 505 Beschäftigte — Angaben, die in der Luxus-Stichprobe nirgends stehen.
Das größte Label von Inditex — mit einer Offenlegung, die vor der öffentlichen Fabrikliste haltmacht.
Die günstige Schwestermarke von Uniqlo gibt auf der Produktseite an, wo genäht wurde. Der Konzern veröffentlicht 705 Fabriken mit Adressen und Beschäftigtenzahlen.
Eine der beiden Marken, die PVH Corp. tragen.
Die zweite der beiden umsatztragenden PVH-Marken.
Römisches Haus von 1925, seit 2000 bei LVMH. Fendi veröffentlicht 461 Zulieferer mit Firmennamen und Adressen — im selben Konzern, in dem Loewe kein Herstellungsland nennt.
Die mittlere Preislinie von Inditex — häufig für ein unabhängiges Haus gehalten.
Basics in großer Stückzahl — mit einer der vollständigeren öffentlichen Fabriklisten der Branche.
Seit 2009 vollständig bei Fast Retailing, demselben Konzern wie Uniqlo und GU. Die eigene Seite sperrt unseren Zugriff — was wir sagen können, steht hier.
Börsennotiert ohne Mutterkonzern — und regelmäßig für einen Konzernteil gehalten.
Pariser Haus von 1952, seit 1988 bei LVMH. Die Antigona-Tasche für 2.300 Dollar trägt die Angabe „Italy" im Quelltext der Seite, aber in keinem Satz für Leser.
Pariser Haus von 1945, seit 1996 bei LVMH. Wir haben die komplette Produktseite der 16 Bag durchsucht — weder „Made in" noch ein Ländername.
Pariser Haus von 1970, seit 1993 bei LVMH. Das Tiger-Sweatshirt für 490 Euro nennt Material und Herstellungsland im Klartext.
Pariser Schuhhaus von 1895, seit 1993 bei LVMH. Der Oxford für 2.180 Euro führt eine Zeile „Origin: Made in Italy". Die kreative Leitung ist seit 2021 unbesetzt.
Florentiner Haus von 1947, seit 2021 vollständig im Konzern. Zwei Produktseiten geprüft, beide nennen das Herstellungsland.
Pariser Haus von 1914, seit 2018 bei LVMH. Zwei Produktseiten geprüft, beide nennen Madagaskar. Genau darin liegt das stärkere Signal.
Seit 1997 bei LVMH, doch der Verkauf an WHP Global ist beschlossen und soll bis Jahresende abschließen. Die Tote Bag für 228 Dollar nennt kein Herstellungsland.
Niederländisches Label ohne Logo — und die einzige Marke unserer Stichprobe, die Flächengewicht, Herstellungsland und Kostenaufbau je Produkt veröffentlicht.
Lange Silhouetten, schweres Baumwollgewebe — und eine Lieferantenliste, die man wirklich nachschlagen kann.
Das teuerste Haus unserer Stichprobe legt über seine Fertigung weniger offen als ein T-Shirt für 17,95 €.
Das einzige Haus der Gruppe, dessen Produkt der Stoff selbst ist — und damit das interessanteste für diese Seite.
monki.com verkauft nichts mehr. Auf der Seite steht nur noch ein Hinweis auf weekday.com. Was das für die Marke heißt, steht hier.
Die Namensmarke des Konzerns — und der Bezugspunkt für dessen Offenlegung.
Ein T-Shirt für 7,99 Euro nennt nicht nur ein Herstellungsland, sondern drei Prozessstufen einzeln. Das ist die feinste Auflösung unserer gesamten Recherche.
Die Produktseite führt einen Abschnitt „Herkunft" und nennt dort das Land im Klartext. Dazu Prüfstelle und Zertifikatsnummer für die Materialangaben.
Pull&Bear nennt drei Prozessstufen, Bershka das Land. Stradivarius nennt bei einem T-Shirt für rund 16 Euro nichts davon — gleicher Konzern, gleiche Shop-Software.