Marken-Porträt · kein Test

Asket

Asket veröffentlicht auf jeder Produktseite mehr über die Herstellung als jedes andere Haus unserer Recherche. Bemerkenswert ist trotzdem eine andere Zeile.

Veröffentlicht 30. Juli 2026 Zuletzt geprüft 30. Juli 2026 3 verlinkte Quellen

Asket

Herkunft
Schweden
Gegründet
2015
Konzern
Unabhängig
Produktion
Lieferantenliste veröffentlicht
Kernmaterialien
Bio-Baumwolle, Wolle
Preisniveau
3/4
Beleg-Index
45 von 100

Wie viel diese Marke offenlegt und wie viel davon wir prüfen konnten. Es ist keine Qualitätsnote — eine Materialzeile sagt nichts darüber, wie gut ein Stoff ist. Wie wir das berechnen

  • Produktions-Offenlegung 25/25
  • Verlinkte Quellen 20/20
  • Eigene Materialprüfung 0/15
  • Flächengewicht angegeben 0/12
  • Herstellungsland je Produkt 0/10
  • Konstruktionsangaben vorhanden 0/10
  • Kostenaufbau veröffentlicht 0/8

Beleglage zum Preis So viel, wie dieses Preisband üblicherweise belegt

Siebzehn Schritte, mit Namen

Am 30. Juli 2026 haben wir die Seite des weißen T-Shirts gelesen, 50 Euro, „100 % Bio-Baumwolle", Single Jersey mit 180 g/m². Sie nennt nicht nur ein Herstellungsland, sondern eine Tabelle: Prozessschritt, Lieferant, Land, Datum des letzten Werksbesuchs.

Gesponnen und gekämmt wird in der Türkei, gestrickt, gefärbt, zugeschnitten und genäht in Portugal — jeder Schritt mit Firmennamen. Zu den Betrieben gibt es eigene Karten mit Gründungsjahr, Beschäftigtenzahl, Gehalt und Arbeitszeit. Für den Hauptbetrieb: 40 Beschäftigte, 1.300 Gehalt, acht Stunden an fünf Tagen, zuletzt besucht am 1. März 2024.

Und dann steht da: unbekannt

In derselben Tabelle stehen zwei Zeilen, die alles andere aufwiegen:

Ginning — Unknown · Farming — Unknown

Entkernung und Anbau: unbekannt. Die Marke, die ihre Lieferkette weiter offenlegt als alle anderen, weiß nicht, auf welchem Feld ihre Baumwolle gewachsen ist. Und sie schreibt es hin, statt die Zeile wegzulassen.

Das ist der ehrlichste Satz unserer gesamten Recherche. Er zeigt, wo die Rückverfolgbarkeit auch bei größter Mühe endet — und dass eine Lücke, die man benennt, mehr wert ist als eine, die man kaschiert.

Was ein T-Shirt kostet

Die Seite führt zusätzlich eine Kostenaufstellung: Konfektion 6,30 Euro, Hauptstoff 4,20, Zutaten 0,40, Transport 0,30 — zusammen 11,10 Euro. Verkauft wird das Shirt für 50 Euro.

Wir stellen diese Zahlen ohne Kommentar daneben. Sie stammen vom Unternehmen selbst, und was sie bedeuten, entscheidet jeder für sich: Zwischen Herstellkosten und Ladenpreis liegen Entwicklung, Lager, Läden, Versand, Retouren, Löhne und Gewinn. Bemerkenswert ist nicht die Spanne, sondern dass man sie überhaupt sieht.

Wo die Offenlegung endet

Es gibt keine zusammengefasste Lieferantenliste.

Die Übersichtsseite nennt nur Länder und Anzahl — rund 131 Lieferanten, davon 44 in Portugal und 40 in Italien. Die Namen stehen ausschließlich auf den einzelnen Produktseiten.

Und es gibt keine Straßenadressen.

Die Werkskarten nennen Stadt und Land. Fendi und die H&M-Marken werden an dieser Stelle konkreter.

Transparenz-Fakten

Nachprüfbare Angaben mit Quelle, keine Bewertung. Eine eigene Ethik-Note vergeben wir nicht — dafür führt der externe Link weiter.

Produktionsländer
Portugal, Italien, RO
Lieferantenliste veröffentlicht
Liste ansehen

Was wir belegen können

  • Lieferkette je Produkt mit Prozessschritt, Lieferantenname, Land und Datum des letzten Werksbesuchs, gelesen am 30. Juli 2026
  • Werkskarten mit Gründungsjahr, Beschäftigtenzahl, Gehalt und Arbeitszeit
  • Kostenaufstellung: Konfektion 6,30 €, Hauptstoff 4,20 €, Zutaten 0,40 €, Transport 0,30 €, zusammen 11,10 €
  • Verkaufspreis des geprüften T-Shirts 50 € (EU-Shop)
  • „Milled, cut and sewn in Portugal" im sichtbaren Text; Spinnen und Kämmen in der Türkei
  • Anbau und Entkernung ausdrücklich als „Unknown" ausgewiesen
  • Übersicht der Lieferanten nach Ländern, Stand 16. April 2025
  • Gegründet 2015 in Stockholm, gründergeführt

Was nicht

  • Wo die Baumwolle angebaut wurde — das Unternehmen weist die Stufe selbst als unbekannt aus
  • Straßenadressen der Betriebe; die Karten nennen Stadt und Land
  • Eine zusammengefasste Lieferantenliste; Namen stehen nur auf den Produktseiten
  • Die Eigentümerstruktur im Einzelnen — Anteile und etwaige Investoren ließen sich aus keiner Primärquelle belegen
  • Ob die Bedingungen den angegebenen Werten entsprechen; wir waren in keinem Betrieb

Quellen

3 insgesamt · intern archiviert
  1. T-Shirt mit Lieferkette je Prozessschritt, Werkskarten und Kostenaufstellung — Asket Abgerufen 30. Juli 2026
  2. Lieferantenübersicht nach Ländern, Stand 16. April 2025 — Asket Abgerufen 30. Juli 2026
  3. Gründung 2015 in Stockholm — Asket Abgerufen 30. Juli 2026

Leser-Erfahrungen zu Asket

Das sind Erfahrungen von Leserinnen und Lesern, keine Bewertung unserer Redaktion. Wir testen nicht — wir belegen. Jeder Beitrag wird vor der Veröffentlichung geprüft.

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Häufige Fragen

Wie weit reicht die Auskunft von Asket?

Bis zum Spinnen und Kämmen des Garns. Die Produktseite nennt jeden Fertigungsschritt mit Lieferantennamen, Land und Datum des letzten Werksbesuchs — beim geprüften T-Shirt siebzehn Schritte.

Warum steht bei Anbau „unbekannt"?

Weil das Unternehmen es nach eigener Angabe nicht weiß. Bemerkenswert ist, dass die Zeile trotzdem in der Tabelle steht, statt weggelassen zu werden.

Was kostet die Herstellung?

Nach eigener Aufstellung 11,10 Euro für das T-Shirt, das für 50 Euro verkauft wird. Zwischen beiden Zahlen liegen Entwicklung, Lager, Läden, Versand, Retouren, Löhne und Gewinn; die Aufstellung deckt nur die Herstellung ab.

Gibt es eine Lieferantenliste zum Herunterladen?

Nein. Es gibt eine Länderübersicht mit rund 131 Lieferanten; die Namen stehen ausschließlich auf den einzelnen Produktseiten.

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