Weekday
Wer glaubt, Auskunft über die Herstellung sei eine Frage des Preises, findet hier das Gegenbeispiel — und zwar ein deutliches.
Weekday
- Herkunft
- Schweden
- Gegründet
- Keine Angabe
- Konzern
- H&M Group
- Produktion
- Lieferantenliste veröffentlicht
- Kernmaterialien
- Keine Angabe
- Preisniveau
- 1/4
Wie viel diese Marke offenlegt und wie viel davon wir prüfen konnten. Es ist keine Qualitätsnote — eine Materialzeile sagt nichts darüber, wie gut ein Stoff ist. Wie wir das berechnen
- Produktions-Offenlegung 25/25
- Verlinkte Quellen 16/20
- Eigene Materialprüfung 0/15
- Flächengewicht angegeben 0/12
- Herstellungsland je Produkt 0/10
- Konstruktionsangaben vorhanden 0/10
- Kostenaufbau veröffentlicht 0/8
Beleglage zum Preis So viel, wie dieses Preisband üblicherweise belegt
Nicht das Land. Die Fabrik.
Am 30. Juli 2026 haben wir die Seite eines Weekday-T-Shirts geöffnet, 19,99 Euro, 100 Prozent Baumwolle. Unter „Lieferanteninformationen" steht nicht etwa ein Herstellungsland, sondern dies:
Lieferant: FAKIR KNITWEARS LTD. · Fabrik: FAKIR KNITWEARS LTD. · Adresse: KAYEMPUR, FATULLAH, Bangladesh, 1420, NARAYANGANJ · Mitarbeiter: 7721
Firmenname, vollständige Anschrift, Belegschaftsgröße — für genau das Stück, das man gerade ansieht. Das ist eine andere Größenordnung als „Made in Bangladesh".
Was das im Vergleich bedeutet
In unserer Luxus-Stichprobe erreicht das keine einzige Marke. Fendi veröffentlicht eine Liste von 461 Zulieferern — beachtlich, aber eine Liste. Hier steht, welcher Betrieb dieses Shirt genäht hat.
Eine Loewe-Tasche für 4.300 Euro nennt kein Land, eine Celine-Tasche für 4.650 Dollar auch nicht. Ein T-Shirt für 19,99 Euro nennt die Fabrik. Damit ist die Annahme erledigt, Auskunft hänge am Preis.
Wo es hakt
Ein „Made in" gibt es nicht.
Das Land steht bei Weekday nur als Bestandteil der Adresse, nicht als eigene Angabe. Wer schnell nachsehen will, wo produziert wurde, muss die Anschrift lesen.
Und die Angaben stehen nicht im Quelltext.
Sie werden nachgeladen und erscheinen erst, wenn man den Aufklapper öffnet. Für Suchmaschinen und Preisvergleiche sind sie damit unsichtbar — das genaue Gegenteil von Givenchy, wo die Angabe nur im Quelltext steht und kein Mensch sie sieht.
Wir haben ein Teil geprüft.
Ob alle Artikel diese Angaben tragen, wissen wir nicht.
Der Konzern
Weekday gehört zur H&M Group, die eine öffentliche Lieferantenliste führt — nach eigener Angabe mit Name, Anschrift, Produktart und Beschäftigtenzahl der Fabriken, quartalsweise aktualisiert, und für Betriebe, die 99 Prozent der verkauften Produkte ausmachen. Der Konzern hat den Transparency Pledge unterzeichnet.
Die Liste selbst hat allerdings keine Markenspalte. Die Verbindung gelingt nur in eine Richtung: von der Produktseite zur Liste, nicht umgekehrt.
Nachprüfbare Angaben mit Quelle, keine Bewertung. Eine eigene Ethik-Note vergeben wir nicht — dafür führt der externe Link weiter.
- Lieferantenliste veröffentlicht
- Liste ansehen
Was wir belegen können
- Lieferant und Fabrik „FAKIR KNITWEARS LTD." auf der Produktseite, geprüft am 30. Juli 2026
- Anschrift „KAYEMPUR, FATULLAH, Bangladesh, 1420, NARAYANGANJ"
- Beschäftigtenzahl 7721, exakt angegeben
- T-Shirt mit klassischer Passform, 19,99 €, „Äußere Schicht: Baumwolle 100 %"
- Angaben laden clientseitig nach und erscheinen erst nach Öffnen des Aufklappers
- Kein Herkunftsfeld in den strukturierten Produktdaten
- H&M Group führt eine öffentliche Lieferantenliste, quartalsweise aktualisiert
Was nicht
- Ob alle Artikel diese Lieferantenangaben tragen; wir haben ein Basisteil geprüft
- Ein ausdrückliches Herstellungsland — es steht nur als Bestandteil der Adresse
- Welche Fabriken der Konzernliste zu Weekday gehören; die Liste hat keine Markenspalte
- Die Bedingungen in der genannten Fabrik; wir waren nicht dort
Weekday kaufen — bei diesen Händlern
-
Weekday
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Quellen
2 insgesamt · intern archiviert- T-Shirt 19,99 € mit Fabrik „FAKIR KNITWEARS LTD.", Anschrift und 7721 Mitarbeitern — Weekday Abgerufen 30. Juli 2026
- Öffentliche Lieferantenliste mit Fabrikname, Anschrift und Beschäftigtenzahl — H&M Group Abgerufen 30. Juli 2026
Leser-Erfahrungen zu Weekday
Das sind Erfahrungen von Leserinnen und Lesern, keine Bewertung unserer Redaktion. Wir testen nicht — wir belegen. Jeder Beitrag wird vor der Veröffentlichung geprüft.
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Ein Kleidungsstück entsteht in mehreren Ländern. Die Angabe auf dem Etikett nennt fast immer nur eines davon. Welches, und was dabei unter den Tisch fällt.
Wir haben zwanzig Marken aus vier Konzernen dieselbe Frage gestellt: Steht auf der Produktseite, wo das Stück hergestellt wurde? Das Ergebnis hat mit dem Preis nichts zu tun — und das ist die eigentliche Nachricht.
Häufige Fragen
Nennt Weekday wirklich die Fabrik?
Ja. Auf der von uns am 30. Juli 2026 geprüften Seite stehen Lieferant und Fabrik namentlich („FAKIR KNITWEARS LTD."), die vollständige Anschrift in Bangladesch und die Zahl der Beschäftigten (7721).
Warum finde ich die Angabe nicht sofort?
Sie wird nachgeladen und erscheint erst, wenn man den Abschnitt „Lieferanteninformationen" aufklappt. Im Quelltext der Seite steht sie nicht.
Steht dort auch ein Herstellungsland?
Nicht als eigene Angabe. Das Land ergibt sich aus der Anschrift der Fabrik.
Wem gehört Weekday?
Der H&M Group. Der Konzern veröffentlicht eine Lieferantenliste und hat den Transparency Pledge unterzeichnet.