Uniqlo
Bei der Schwestermarke GU waren dieselben Felder angelegt und leer. Hier sind sie gefüllt.
Uniqlo
- Herkunft
- Japan
- Gegründet
- Keine Angabe
- Konzern
- Fast Retailing
- Produktion
- Lieferantenliste veröffentlicht
- Kernmaterialien
- Baumwolle, Wolle, Polyester, Elastomultiester
- Preisniveau
- 1/4
Wie viel diese Marke offenlegt und wie viel davon wir prüfen konnten. Es ist keine Qualitätsnote — eine Materialzeile sagt nichts darüber, wie gut ein Stoff ist. Wie wir das berechnen
- Produktions-Offenlegung 25/25
- Verlinkte Quellen 12/20
- Eigene Materialprüfung 15/15
- Flächengewicht angegeben 0/12
- Herstellungsland je Produkt 10/10
- Konstruktionsangaben vorhanden 0/10
- Kostenaufbau veröffentlicht 0/8
Beleglage zum Preis Mehr, als dieses Preisband üblicherweise belegt
Was im Aufklappfeld steht
Ein T-Shirt aus Supima-Baumwolle, 19,90 Euro. Unter „Herstellung" öffnet sich ein Abschnitt „Produktion", und darin steht:
Herstellungsort: Indien, Kambodscha, Vietnam
Produktion (Stricken, Weben): Indien
Produktion (Färben): Indien
Also drei mögliche Fertigungsländer — und darüber hinaus zwei Stoffstufen, jeweils mit Land.
Die zweite Hälfte ist der eigentliche Fortschritt. Wo der Stoff gestrickt und gefärbt wurde, sagen sonst fast nur Theory und Mango, und beide gehören nicht in diese Preisklasse.
Ein Datum, das eine Lücke erklärt
Unter den Angaben steht ein Hinweis: Die Informationen zu den Standorten der Materialherstellung gelten für Produkte, die nach Herbst/Winter 2024 hergestellt wurden.
Das erklärt rückwirkend einen Befund, den wir bei der Schwestermarke GU festgehalten hatten. Dort sind dieselben Felder für die Stoffherkunft bereits angelegt, waren aber leer — mit demselben Saisonhinweis.
Die Felder sind also konzernweit vorbereitet und werden nach und nach gefüllt. Bei Uniqlo ist das geschehen, bei GU noch nicht. Das ist keine Marotte einer Marke, sondern ein Umbau, den man beim Zuschauen sieht.
Drei Länder bleiben drei Länder
Bei aller Tiefe: „Indien, Kambodscha, Vietnam" beantwortet nicht, wo das Stück im Warenkorb genäht wurde. Es ist dieselbe Form, die wir bei Zara mit fünf Ländern und bei Louis Vuitton mit dreien gefunden haben.
Sie ist ehrlicher als eine einzelne Nennung, die für die meisten Stücke falsch wäre. Und sie bleibt eine Auswahl statt einer Antwort.
705 Werke, mit Belegschaft und Gewerkschaftsangabe
Der Konzern veröffentlicht eine Liste seiner Produktionspartner. Wir haben sie selbst geöffnet: 709 Zeilen, darunter 705 Werke in 17 Ländern, Stand 2. März 2026.
Die Spalten gehen weit über Namen und Adresse hinaus — Produktart, Werkstyp, Zahl der Beschäftigten, Frauenanteil, Anteil Wanderarbeitender und die Angabe, ob es eine Gewerkschaft gibt. Aufgeteilt ist sie in Näh-, Stoff-, Veredelungs- und Zubehörbetriebe.
Damit gehört sie zu den drei ausführlichsten Listen dieser Recherche, neben denen von H&M und Bestseller.
Wo die Auskunft endet
Welches der drei Länder für ein bestimmtes Stück gilt.
Die Zuordnung Werk zu Marke. Die Liste ist konzernweit und trennt nicht nach Uniqlo, GU oder Theory.
Und im Datenblatt hinter der Seite steht nichts davon. Kein Herkunftsfeld, obwohl die Seite 59 Produktvarianten führt.
Wie wir geprüft haben
Die Produktseite hat sich uns nicht geöffnet; sie wurde am 1. August 2026 von Hand gelesen, mit geöffneten Aufklappfeldern. Die Liste der Produktionspartner haben wir dagegen selbst heruntergeladen und ausgezählt.
Nachprüfbare Angaben mit Quelle, keine Bewertung. Eine eigene Ethik-Note vergeben wir nicht — dafür führt der externe Link weiter.
- Produktionsländer
- Indien, Kambodscha, Vietnam
- Lieferantenliste veröffentlicht
- Liste ansehen
Die Produkte, die diese Marke ausmachen. Keine Rangliste — wir haben nichts davon getragen oder gewaschen. Bei jedem Eintrag steht, warum er hier steht.
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HEATTECH
Wärmende Funktionswäsche, seit 2003 gemeinsam mit dem Faserhersteller Toray entwickelt. Die Faser nimmt Körperfeuchtigkeit auf und wandelt sie in Wärme um.
Unabhängige Berichterstattung
Warum es hier steht
Nicht nur Uniqlo selbst nennt HEATTECH als Kernprodukt — der Faserhersteller Toray führt die Zusammenarbeit in seiner eigenen Unternehmenschronik. Zwei voneinander unabhängige Darstellungen desselben Vorgangs.
Toray Industries (Unternehmenschronik) 27. Juli 2026
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AIRism
Das Gegenstück zu HEATTECH für warme Tage: leichte Kunstfaser, die Feuchtigkeit abtransportieren soll. Uniqlo führt sie als eigene Materialtechnologie mit eigener Produktseite.
Darstellung der Marke selbst
Warum es hier steht
Uniqlo stellt AIRism selbst als Kerntechnologie dar. Eine unabhängige Bestätigung liegt uns nicht vor — die Einordnung stammt hier von der Marke, und die Wirkung haben wir nicht geprüft.
Uniqlo 27. Juli 2026
Was wir belegen können
- T-Shirt aus Supima-Baumwolle, 19,90 €, 100 % Baumwolle, geprüft am 1. August 2026
- Im Aufklappfeld „Herstellung": Herstellungsort Indien, Kambodscha, Vietnam
- Zusätzlich: Produktion (Stricken, Weben) Indien und Produktion (Färben) Indien
- Hinweis, dass die Angaben zur Materialherstellung für Produkte ab Herbst/Winter 2024 gelten
- Kein Herkunftsfeld im Datenblatt hinter der Seite, obwohl 59 Produktvarianten geführt werden
- Liste der Produktionspartner des Konzerns: 705 Werke in 17 Ländern, Stand 2. März 2026 — von uns selbst geöffnet und ausgezählt
- Spalten der Liste unter anderem Produktart, Werkstyp, Beschäftigtenzahl, Frauenanteil, Anteil Wanderarbeitender und Gewerkschaftsangabe
Was nicht
- Materialzusammensetzung je Artikel — Produktseiten noch nicht ausgewertet
- Stoffgewicht und Haltbarkeit — kein Labortest, kein eigener Kauf
- Arbeitsbedingungen an einer benannten Fabrik — dafür ist eine Liste kein Beleg
- Welche Fabrik ein bestimmtes Teil gefertigt hat
Uniqlo kaufen — bei diesen Händlern
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Uniqlo
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Quellen
3 insgesamt · intern archiviert- Konzernübersicht — nennt die Gruppenmarken — Fast Retailing Abgerufen 27. Juli 2026
- Produktionspartnerliste — Tier 1 und Tier 2, halbjährlich aktualisiert — Fast Retailing Abgerufen 27. Juli 2026
- Produktseite — „Baggy Jeans“, 49,90 €, Materialangabe nach Bauteil getrennt — UNIQLO Deutschland Abgerufen 27. Juli 2026
Leser-Erfahrungen zu Uniqlo
Das sind Erfahrungen von Leserinnen und Lesern, keine Bewertung unserer Redaktion. Wir testen nicht — wir belegen. Jeder Beitrag wird vor der Veröffentlichung geprüft.
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Beide kosten 19,90 €. Beide tragen „Baumwolle“ im Produktnamen. Eines besteht zu 100 % daraus, das andere zu 53 %.
Ein Kleidungsstück entsteht in mehreren Ländern. Die Angabe auf dem Etikett nennt fast immer nur eines davon. Welches, und was dabei unter den Tisch fällt.
Wir haben zwanzig Marken aus vier Konzernen dieselbe Frage gestellt: Steht auf der Produktseite, wo das Stück hergestellt wurde? Das Ergebnis hat mit dem Preis nichts zu tun — und das ist die eigentliche Nachricht.
Häufige Fragen
Wem gehört Uniqlo?
Fast Retailing, einem börsennotierten japanischen Konzern, dem unter anderem auch GU und Theory gehören.
Legt Uniqlo offen, wo produziert wird?
Ja, vollständiger als die meisten. Der Konzern veröffentlicht eine Produktionspartnerliste über Nähfabriken (Tier 1) und wichtige Stoffwebereien (Tier 2), halbjährlich aktualisiert und seit März 2026 zu einer Liste zusammengeführt.
Heißt das, Uniqlo produziert fair?
Nein, und die Liste behauptet das auch nicht. Offenlegung dokumentiert, wo produziert wird und wer die Partner sind. Löhne und Bedingungen an einem bestimmten Standort sind eine eigene Frage, die eine Fabrikliste nicht beantwortet.
Gehört Theory zum selben Unternehmen?
Ja. Theory liest sich als New Yorker Label und ist nach Herkunft und Studio amerikanisch, gehört aber demselben japanischen Konzern.