Anton Meyer
Ein Markenname klingt nach Deutschland, gefertigt wird in Portugal. Der Unterschied zu ähnlichen Fällen liegt darin, dass es dasteht.
Anton Meyer
- Herkunft
- Deutschland
- Gegründet
- Keine Angabe
- Konzern
- Unabhängig
- Produktion
- PT, IT
- Kernmaterialien
- Baumwolle, Leinen
- Preisniveau
- 3/4
Wie viel diese Marke offenlegt und wie viel davon wir prüfen konnten. Es ist keine Qualitätsnote — eine Materialzeile sagt nichts darüber, wie gut ein Stoff ist. Wie wir das berechnen
- Produktions-Offenlegung 13/25
- Verlinkte Quellen 20/20
- Eigene Materialprüfung 0/15
- Flächengewicht angegeben 0/12
- Herstellungsland je Produkt 0/10
- Konstruktionsangaben vorhanden 0/10
- Kostenaufbau veröffentlicht 0/8
Beleglage zum Preis Weniger, als dieses Preisband üblicherweise belegt
Acht von acht
Am 30. Juli 2026 haben wir acht Produktseiten vollständig geladen. Alle acht nennen ein Fertigungsland: siebenmal Portugal, einmal Italien.
Bei der Weste Emil für 120 Euro steht die Angabe am Ende der Merkmalsliste, zwischen Hornknöpfen und Leistentaschen: „Made in Portugal". Keine Überschrift, kein Siegel, kein Absatz über Werte — die Angabe steht einfach dort, wo auch Futter und Knöpfe stehen.
Beim Hemd auch die Weberei
Das Jeanshemd James für 175 Euro geht einen Schritt weiter:
Stoffgewicht 250 g/m², gewebt von Albini, gefertigt in Portugal
Damit sind Vorstufe und Fertigung in einer Zeile benannt — die Weberei mit Namen, das Fertigungsland dazu.
Genau diese Kombination fehlt den Häusern, die nur die schmückende Hälfte nennen. GANT nennt die Weberei Thomas Mason und schweigt zur Näherei, Suitsupply nennt die Weberei Piacenza und schweigt zur Konfektion. Hier stehen beide Angaben nebeneinander, bei einem Hemd für 175 Euro.
Ein deutscher Name und ein anderer Fertigungsort
„Anton Meyer" klingt nach Deutschland. Gefertigt wird nach den eigenen Angaben ganz überwiegend in Portugal.
Das ist völlig üblich und für sich genommen kein Widerspruch. Es lohnt sich nur, den Fall neben Heinrich Dinkelacker zu legen: Dort trägt ein deutscher Traditionsname von 1879 eine spanische Fertigung, und die Startseite wirbt mit „100 % europäische Fertigung", ohne einen Ort zu nennen.
Der Unterschied liegt nicht im Sachverhalt, sondern in der Auskunft. Hier steht das Land auf jeder geprüften Produktseite.
Und wieder nicht in den Daten
Auf keiner der acht Seiten fand sich ein Herkunftsfeld in den strukturierten Produktdaten. Null Treffer für countryOfOrigin und countryOfAssembly.
Damit ist Anton Meyer der sechste Fall dieser Runde mit demselben Befund, nach Mango, Myrqvist, Velasca, Pini Parma und Frederic's. In diesem ganzen Segment ist die Herkunft Text, nicht Datum.
Wo die Auskunft endet
Der Fertigungsbetrieb wird nicht genannt, nur das Land. Eine Lieferantenliste gibt es nicht.
Und Gründungsjahr und Sitz konnten wir nicht belegen.
Die Über-uns-Seite nennt keine Jahreszahl, das Impressum ließ sich maschinell nicht sauber auslesen. Beides bleibt deshalb leer, statt geraten zu werden.
Nachprüfbare Angaben mit Quelle, keine Bewertung. Eine eigene Ethik-Note vergeben wir nicht — dafür führt der externe Link weiter.
- Produktionsländer
- Portugal, Italien
Was wir belegen können
- Acht vollständig geladene Produktseiten am 30. Juli 2026, alle mit Fertigungsland: siebenmal Portugal, einmal Italien
- Weste Emil, 120 €, mit „Made in Portugal" am Ende der Merkmalsliste
- Jeanshemd James, 175 €: „Stoffgewicht 250 g/m², gewebt von Albini, gefertigt in Portugal"
- Null Treffer für countryOfOrigin und countryOfAssembly auf allen geprüften Seiten
Was nicht
- Der Fertigungsbetrieb; genannt ist nur das Land
- Gründungsjahr und Sitz; beides ließ sich aus keiner Primärquelle belegen
- Ob das ganze Sortiment die Angabe trägt — geprüft wurden acht Seiten
- Ob die Bedingungen in den Betrieben den Angaben entsprechen
Quellen
3 insgesamt · intern archiviert- Weste Emil, 120 €, mit „Made in Portugal" in der Merkmalsliste — Anton Meyer Abgerufen 30. Juli 2026
- Jeanshemd James, 175 €: „gewebt von Albini, gefertigt in Portugal" — Anton Meyer Abgerufen 30. Juli 2026
- Leinenhemd Hendrik, ebenfalls mit „Made in Portugal" — Anton Meyer Abgerufen 30. Juli 2026
Leser-Erfahrungen zu Anton Meyer
Das sind Erfahrungen von Leserinnen und Lesern, keine Bewertung unserer Redaktion. Wir testen nicht — wir belegen. Jeder Beitrag wird vor der Veröffentlichung geprüft.
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Ein Kleidungsstück entsteht in mehreren Ländern. Die Angabe auf dem Etikett nennt fast immer nur eines davon. Welches, und was dabei unter den Tisch fällt.
Wir haben zwanzig Marken aus vier Konzernen dieselbe Frage gestellt: Steht auf der Produktseite, wo das Stück hergestellt wurde? Das Ergebnis hat mit dem Preis nichts zu tun — und das ist die eigentliche Nachricht.
Häufige Fragen
Wo wird Anton Meyer hergestellt?
Nach den eigenen Angaben überwiegend in Portugal. Von acht geprüften Seiten nannten sieben Portugal und eine Italien.
Wird auch der Stoff zurückverfolgt?
Bei einem Hemd ja: „gewebt von Albini, gefertigt in Portugal" — Weberei mit Namen und Fertigungsland in einer Zeile.
Ist der deutsche Name irreführend?
Wir sehen keinen Anlass für den Vorwurf. Das Fertigungsland steht auf jeder geprüften Produktseite; wer es wissen will, findet es sofort.
Gibt es eine Lieferantenliste?
Nein. Genannt wird das Land, nicht der Betrieb.