Pull&Bear
Bei den meisten Marken endet die Auskunft dort, wo genäht wurde. Pull&Bear geht zwei Stufen weiter zurück.
Pull&Bear
- Herkunft
- Spanien
- Gegründet
- Keine Angabe
- Konzern
- Inditex
- Produktion
- Produktionsland genannt
- Kernmaterialien
- Keine Angabe
- Preisniveau
- 1/4
Wie viel diese Marke offenlegt und wie viel davon wir prüfen konnten. Es ist keine Qualitätsnote — eine Materialzeile sagt nichts darüber, wie gut ein Stoff ist. Wie wir das berechnen
- Produktions-Offenlegung 13/25
- Verlinkte Quellen 8/20
- Eigene Materialprüfung 0/15
- Flächengewicht angegeben 0/12
- Herstellungsland je Produkt 0/10
- Konstruktionsangaben vorhanden 0/10
- Kostenaufbau veröffentlicht 0/8
Beleglage zum Preis So viel, wie dieses Preisband üblicherweise belegt
Drei Zeilen, die sonst niemand schreibt
Wir haben am 30. Juli 2026 die Angaben zu einem Pull&Bear-T-Shirt gelesen, Referenz 3230326800, „95 % Baumwolle / 5 % Elastan". Unter der Überschrift „Rückverfolgbarkeit" steht kein einzelnes Land, sondern eine Aufstellung:
Weberei: BANGLADESCH · Färbung und Print: BANGLADESCH · Bekleidung: BANGLADESCH
Drei Arbeitsschritte, jeder für sich benannt. Hier liegen alle drei in Bangladesch — die Angabe ist aber so gebaut, dass bei jedem Schritt ein anderes Land stehen könnte. Genau das macht sie brauchbar.
Warum das mehr ist als „Made in"
Bei fast allen anderen Marken hört die Auskunft nach dem Nähen auf. Wo der Stoff gewebt und wo er gefärbt wurde, steht nirgends — bei Dior nicht, bei Fendi nicht, und in jedem dieser Porträts müssen wir es unter „nicht belegbar" führen.
Selbst Weekday, das die nähende Fabrik mit Anschrift und Zahl der Beschäftigten nennt, nennt eben nur diese eine. Pull&Bear nennt keine Fabrik, dafür drei Stufen.
Das sind zwei verschiedene Arten, tief zu gehen. Im Luxussegment fehlen beide.
Sogar die Prüfstelle steht da, mit Nummer
Bei den Materialangaben bleibt es nicht bei den Zertifikaten. Genannt wird auch, wer geprüft hat:
Zertifiziert durch Intertek 193341
Das gilt für Bio-Baumwolle nach OCS und für recycelte Fasern nach RCS. Ein Zertifikat mit Prüfstelle und Nummer lässt sich nachschlagen; eines ohne bleibt eine Behauptung.
Der Vergleich drängt sich auf: No Label wirbt mit Bio-Baumwolle, nennt aber weder GOTS noch eine andere Prüfstelle. Ein T-Shirt für unter zehn Euro nennt hier beides — ein Label, das sich Transparenz auf die Fahne schreibt, nichts davon.
Was das nicht heißt
Drei Stufen sind keine ganze Kette.
Wo die Baumwolle gewachsen ist, steht nicht da.
Und kein einziger Betrieb wird beim Namen genannt.
Darin ist Weekday genauer, und Fendi mit seiner Lieferantenliste ebenfalls.
Vor allem sagt die Angabe nichts über die Bedingungen.
Dass drei Arbeitsschritte in Bangladesch liegen, sagt nichts darüber, wie dort gearbeitet wird. Wir waren in keinem der Betriebe.
Wie wir geprüft haben
Wir haben die Produktseite und die Unternehmensseiten von Hand durchgesehen und dabei jedes Aufklappfeld einzeln geöffnet. Alle Zitate stehen im Wortlaut der Marke; Zahlen und Felder haben wir am Datenblatt hinter der Seite gegengeprüft. Das Datum der Prüfung steht bei jeder Quelle.
Nachprüfbare Angaben mit Quelle, keine Bewertung. Eine eigene Ethik-Note vergeben wir nicht — dafür führt der externe Link weiter.
- Zertifizierungen und Mitgliedschaften
Was wir belegen können
- Herkunft nach drei Prozessstufen getrennt, wörtlich: „Weberei: BANGLADESCH / Färbung und Print: BANGLADESCH / Bekleidung: BANGLADESCH"
- T-Shirt Referenz 3230326800, „95 % Baumwolle / 5 % Elastan"
- Prüfstelle mit Nummer genannt: „Zertifiziert durch Intertek 193341" für OCS-Bio-Baumwolle und RCS-Recyclingfasern
- Anteile der zertifizierten Fasern beziffert: 65 % Baumwolle aus OCS-Anbau, 5 % RCS-recyceltes Elasthan
- Angaben laden clientseitig nach und stehen nicht im gespeicherten Dokument
Was nicht
- Welche Betriebe die drei Stufen ausführen — es werden keine Namen genannt
- Wo die Baumwolle angebaut wurde
- Ob alle Artikel die Aufstellung nach Prozessstufen tragen; wir haben einen geprüft
- Die Bedingungen in den beteiligten Betrieben
- Ob die Angaben im eigenen Abruf reproduzierbar sind — unsere Zugriffe scheiterten, der Text kam über den Betreiber
Pull&Bear kaufen — bei diesen Händlern
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Quellen
1 insgesamt · intern archiviert- T-Shirt Ref. 3230326800 mit Rückverfolgbarkeit nach Weberei, Färbung und Bekleidung — Pull&Bear Abgerufen 30. Juli 2026
Leser-Erfahrungen zu Pull&Bear
Das sind Erfahrungen von Leserinnen und Lesern, keine Bewertung unserer Redaktion. Wir testen nicht — wir belegen. Jeder Beitrag wird vor der Veröffentlichung geprüft.
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Ein Kleidungsstück entsteht in mehreren Ländern. Die Angabe auf dem Etikett nennt fast immer nur eines davon. Welches, und was dabei unter den Tisch fällt.
Wir haben zwanzig Marken aus vier Konzernen dieselbe Frage gestellt: Steht auf der Produktseite, wo das Stück hergestellt wurde? Das Ergebnis hat mit dem Preis nichts zu tun — und das ist die eigentliche Nachricht.
Häufige Fragen
Wo wird Pull&Bear hergestellt?
Bei dem von uns am 30. Juli 2026 geprüften T-Shirt in Bangladesch — und zwar für alle drei genannten Stufen: Weberei, Färbung und Print sowie Bekleidung.
Was bedeutet die Aufteilung nach Stufen?
Sie zeigt, wo gewebt, wo gefärbt und bedruckt und wo genäht wurde. Die meisten Marken nennen nur die letzte Stufe, wenn überhaupt — bei Dior und Fendi müssen wir die Vorstufen als unbekannt führen.
Wird auch die Fabrik genannt?
Nein. Pull&Bear nennt Länder je Stufe, aber keine Betriebe. Weekday und & Other Stories nennen umgekehrt die Fabrik mit Anschrift, aber nur die nähende.
Sind die Materialzertifikate belegt?
Die Seite nennt Prüfstelle und Nummer — „Zertifiziert durch Intertek 193341" — für OCS-Bio-Baumwolle und RCS-Recyclingfasern. Das ist mehr, als die meisten Marken zu ihren Bio-Angaben schreiben.