PANDORA
Pandora ist die Marke des Bettelarmbands mit Charms, und nach eigenen Angaben verkauft sie mehr Schmuck als jede andere: 112 Millionen Stück in einem Jahr. Dahinter steht kein Luxuskonzern, sondern ein an der Börse in Kopenhagen notiertes Unternehmen, das seine Stücke selbst herstellt, in eigenen Fabriken in Thailand. Das unterscheidet Pandora von fast allen Modemarken dieses Portals, die Vertragsfertiger beauftragen.
PANDORA
- Herkunft
- Dänemark
- Gegründet
- 1982
- Konzern
- Unabhängig
- Produktion
- Thailand
- Kernmaterialien
- Silber, Gold, Laborgezüchtete Diamanten
- Preisniveau
- 2/4
Wie viel diese Marke offenlegt und wie viel davon wir prüfen konnten. Es ist keine Qualitätsnote — eine Materialzeile sagt nichts darüber, wie gut ein Stoff ist. Wie wir das berechnen
- Produktions-Offenlegung 13/25
- Verlinkte Quellen 20/20
- Eigene Materialprüfung 0/15
- Flächengewicht angegeben 0/12
- Herstellungsland je Produkt 0/10
- Konstruktionsangaben vorhanden 0/10
- Kostenaufbau veröffentlicht 0/8
Beleglage zum Preis So viel, wie dieses Preisband üblicherweise belegt
Für wen die Marke gedacht ist
Für Menschen, die Schmuck sammeln und verschenken wollen, ohne Juwelierpreise zu zahlen: Armbänder, auf die sich Anhänger nach und nach auffädeln lassen, dazu Ringe, Ohrringe und Ketten. Pandora verkauft nach eigenen Angaben in mehr als 100 Ländern über mehr als 7.000 Verkaufsstellen, darunter rund 2.800 eigene Markenläden. Das Preisband liegt im mittleren Bereich, deutlich unter klassischen Juwelieren.
Wem die Marke gehört
Der Goldschmied Per Enevoldsen und seine Frau Winnie Liljeborg eröffneten 1982 in Kopenhagen ein kleines Schmuckgeschäft namens Populair Smykker. Sie reisten nach Thailand, um Schmuck einzukaufen, gaben 1987 den Einzelhandel auf und stellten ihren ersten eigenen Designer ein. 2000 kam das Charm-Armband auf den dänischen Markt. 2008 übernahm der Finanzinvestor Axcel 60 Prozent, 2010 folgte der Börsengang in Kopenhagen.
Heute ist Pandora A/S ein börsennotiertes Unternehmen ohne Mutterkonzern. Für 2025 meldete es 32,5 Milliarden Dänische Kronen Umsatz, rund 4,4 Milliarden Euro, bei sechs Prozent organischem Wachstum und einer operativen Marge von 23,9 Prozent. Weltweit arbeiten rund 39.000 Menschen für das Unternehmen. Für 2026 rechnet der Vorstand mit einem Wachstum zwischen minus einem und plus zwei Prozent.
Knapp ein Viertel des Umsatzes bleibt als operativer Gewinn. Das ist eine Marge, die man sonst eher im Luxus sieht als bei Silberschmuck.
Wo produziert wird
Pandora fertigt in eigenen Fabriken. Seit 1989 wird in Thailand produziert, 2005 eröffnete das erste große Werk im Besitz des Unternehmens in Gemopolis bei Bangkok, 2017 kam Lamphun im Norden des Landes dazu. In diesen Betrieben arbeiten nach Unternehmensangaben mehr als 12.000 Menschen; zwei Standorte tragen die Gebäudezertifizierung LEED Gold. Die Entwürfe entstehen in Kopenhagen, die Produktentwicklung in Thailand, und vom Entwurf bis zum fertigen Stück vergehen nach eigener Darstellung rund vier Monate.
Eine weitere Fabrik in der Provinz Binh Duong in Vietnam ist mit mehr als 150 Millionen US-Dollar Investition angekündigt, ausgelegt auf bis zu 60 Millionen Stück im Jahr und bis zu 7.000 Beschäftigte. Der Start war für Anfang 2026 geplant. Ob und in welchem Umfang dort schon gefertigt wird, geht aus den Seiten des Unternehmens nicht eindeutig hervor; wir führen Vietnam deshalb noch nicht als Produktionsland.
Was der Preis kauft — unsere Einschätzung
Dieser Abschnitt ist eine Einschätzung, kein Befund. Seit August 2024 verarbeitet Pandora nach eigener Angabe ausschließlich recyceltes Silber und Gold, bezogen von Raffinerien, die nach dem Lieferkettenstandard des Responsible Jewellery Council zertifiziert sind. Dazu kommen seit 2021 im Labor gezüchtete Diamanten. Wer ein Pandora-Stück kauft, bekommt damit eine seltene Kombination aus eigener Fertigung, benanntem Produktionsland und belegter Metallherkunft. Was man nicht bekommt, ist eine Angabe zu Stückkosten oder Löhnen in den thailändischen Werken.
Nachprüfbare Angaben mit Quelle, keine Bewertung. Eine eigene Ethik-Note vergeben wir nicht — dafür führt der externe Link weiter.
- Produktionsländer
- Thailand
- Lieferantenliste veröffentlicht
- Liste ansehen
Was wir belegen können
- Gründung 1982 in Kopenhagen durch Per Enevoldsen und Winnie Liljeborg, Axcel 2008 mit 60 Prozent, Börsengang 2010 (Chronik Pandora)
- Umsatz 2025 von 32.549 Mio. DKK, 6 Prozent organisches Wachstum, EBIT-Marge 23,9 Prozent, rund 39.000 Beschäftigte (Jahresergebnis vom 4. Februar 2026)
- Eigene Fabriken in Thailand seit 1989: Bangkok, Gemopolis, Lamphun, mehr als 12.000 Beschäftigte (Unternehmensseite Handwerk)
- Seit August 2024 ausschließlich recyceltes Silber und Gold, Raffinerien nach RJC-Lieferkettenstandard zertifiziert (Pressemitteilung vom 23. September 2024)
- Fabrik in Vietnam angekündigt: mehr als 150 Mio. USD, bis zu 60 Mio. Stück im Jahr (Pressemitteilung Pandora)
Was nicht
- Ob die Fabrik in Vietnam bereits produziert — auf den Unternehmensseiten nicht eindeutig
- Heutige Aktionärsstruktur — nicht ausgewertet
- Stückkosten und Löhne in den Werken — nicht öffentlich
- Ob Pandora selbst RJC-zertifiziert ist — das Zertifikat war nur als Bilddatei abrufbar, daher nicht aufgenommen
Quellen
5 insgesamt · intern archiviert- Chronik Pandora — Gründung 1982, Thailand seit 1989, Gemopolis 2005, Axcel 2008, Börsengang 2010, Lamphun 2017, laborgezüchtete Diamanten 2021 — Pandora Abgerufen 14. September 2026
- Handwerk — eigene Fabriken in Bangkok, Gemopolis und Lamphun, mehr als 12.000 Beschäftigte, 100 Prozent recyceltes Silber und Gold seit August 2024 — Pandora Abgerufen 14. September 2026
- Pressemitteilung vom 23. September 2024 — nur noch recyceltes Silber und Gold, Raffinerien nach RJC Chain of Custody zertifiziert — Pandora Abgerufen 14. September 2026
- Pressemitteilung zur Fabrik in Vietnam — mehr als 150 Mio. USD, bis zu 60 Mio. Stück, bis zu 7.000 Beschäftigte, Start Anfang 2026 geplant — Pandora Abgerufen 14. September 2026
- Jahresergebnis 2025 vom 4. Februar 2026 — Umsatz, organisches Wachstum, EBIT-Marge, Beschäftigte, Ausblick 2026 — Pandora / GlobeNewswire Abgerufen 14. September 2026
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Das sind Erfahrungen von Leserinnen und Lesern, keine Bewertung unserer Redaktion. Wir testen nicht — wir belegen. Jeder Beitrag wird vor der Veröffentlichung geprüft.
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Ein Kleidungsstück entsteht in mehreren Ländern. Die Angabe auf dem Etikett nennt fast immer nur eines davon. Welches, und was dabei unter den Tisch fällt.
Wir haben zwanzig Marken aus vier Konzernen dieselbe Frage gestellt: Steht auf der Produktseite, wo das Stück hergestellt wurde? Das Ergebnis hat mit dem Preis nichts zu tun — und das ist die eigentliche Nachricht.
Häufige Fragen
Wem gehört Pandora?
Pandora A/S ist seit 2010 an der Börse in Kopenhagen notiert und hat keinen Mutterkonzern. Gegründet wurde das Unternehmen 1982 von Per Enevoldsen und Winnie Liljeborg; 2008 übernahm der Finanzinvestor Axcel 60 Prozent. Die heutige Aktionärsstruktur haben wir nicht ausgewertet.
Wo wird Pandora-Schmuck hergestellt?
In eigenen Fabriken in Thailand, in Bangkok, Gemopolis und Lamphun, mit mehr als 12.000 Beschäftigten. Eine Fabrik in Vietnam ist angekündigt; ob dort schon produziert wird, geht aus den Unternehmensseiten nicht eindeutig hervor.
Ist Pandora eine dänische Marke?
Ja, nach Herkunft und Sitz. Pandora wurde 1982 in Kopenhagen gegründet, entwirft dort bis heute und hat dort seinen Hauptsitz. Gefertigt wird dagegen seit 1989 in Thailand.
Verwendet Pandora recyceltes Silber?
Nach eigener Angabe seit August 2024 ausschließlich, bei Silber wie bei Gold. Die Raffinerien sind laut Unternehmen nach dem Lieferkettenstandard des Responsible Jewellery Council zertifiziert.
Verkauft Pandora Diamanten?
Ja, im Labor gezüchtete. Die erste Kollektion kam 2021 in Großbritannien auf den Markt, 2022 folgten die USA und Kanada. Nach Angaben des Unternehmens werden diese Steine mit erneuerbarer Energie hergestellt und in recyceltes Silber und Gold gefasst.