Thomas Sabo
Thomas Sabo hat Charms und Silberschmuck zu einer Marke gemacht, die man in Schaufenstern in 70 Ländern erkennt. Das Unternehmen sitzt bis heute in Lauf an der Pegnitz bei Nürnberg, wird vom Gründer mitgeführt und ist vom Responsible Jewellery Council zertifiziert. Wo die Stücke gefertigt werden, sagt es nicht. Die eigene Firmenchronik verrät nur, dass der Gründer seine Entwürfe 1984 in Asien herstellen ließ.
Thomas Sabo
- Herkunft
- Deutschland
- Gegründet
- 1984
- Konzern
- Unabhängig
- Produktion
- Keine Angabe
- Kernmaterialien
- Sterlingsilber
- Preisniveau
- 2/4
Wie viel diese Marke offenlegt und wie viel davon wir prüfen konnten. Es ist keine Qualitätsnote — eine Materialzeile sagt nichts darüber, wie gut ein Stoff ist. Wie wir das berechnen
- Produktions-Offenlegung 0/25
- Verlinkte Quellen 20/20
- Eigene Materialprüfung 0/15
- Flächengewicht angegeben 0/12
- Herstellungsland je Produkt 0/10
- Konstruktionsangaben vorhanden 0/10
- Kostenaufbau veröffentlicht 0/8
Beleglage zum Preis Weniger, als dieses Preisband üblicherweise belegt
Für wen die Marke gedacht ist
Für Menschen, die Silberschmuck mit erkennbarer Handschrift wollen: Charms, Anhänger, Ketten und Ringe, für Männer die dunklere Linie Rebel at Heart, dazu seit 2009 Uhren und seit 2019 Brillen. Das Unternehmen beschreibt sich selbst als Anbieter im Premiumsegment und verkauft über eigene Läden, Juweliere und online. Das Sortiment umfasste nach einer Pressemitteilung von 2021 rund 3.000 Artikel.
Wem die Marke gehört
Am 8. Mai 1984 gründete Thomas Sabo sein Geschäft mit Silberschmuck. Er ließ seine Entwürfe in Asien fertigen und verkaufte sie auf Fachmessen an Händler. Ende der 1980er-Jahre entwickelte er daraus das Konzept, Schmuck unter einem Markennamen zu vertreiben; sein Vater Franz Sabo stand dem Unternehmen über viele Jahre als Seniorchef zur Seite. 2016 zog der Sitz mit rund 500 Beschäftigten in einen Neubau an der Silberstraße in Lauf, die die Stadt nach dem Material benannt hat.
Rechtlich ist das Unternehmen die THOMAS SABO GmbH & Co. KG, eingetragen beim Amtsgericht Nürnberg. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Thomas Sabo Beteiligungs-GmbH, Geschäftsführer sind laut Impressum Thomas Sabo und Hanno Chevalier. Die Firma nennt sich selbst inhabergeführt, mit mehr als 1.200 Beschäftigten weltweit. Umsatz und Anteilsverhältnisse veröffentlicht sie nicht auf ihren Seiten.
Das Design kommt nachweislich aus Lauf. Wo das Silber zum Schmuckstück wird, bleibt offen.
Wo produziert wird
Nach eigener Darstellung entstehen alle Entwürfe bei einem internationalen Designteam am Firmensitz in Lauf. Zur Fertigung spricht das Unternehmen nur von Produktionspartnern, deren Auswahl ihm wichtig sei; Länder oder Betriebe nennt es nicht. Eine Lieferkettenrichtlinie vom Juni 2021 verpflichtet die Lieferanten auf einen Verhaltenskodex und schließt Rohstoffe aus Konflikt- und Hochrisikogebieten aus. Eine Liste der Fertigungsbetriebe haben wir nicht gefunden.
Seit Februar 2019 ist Thomas Sabo Mitglied des Responsible Jewellery Council, im Oktober 2021 folgte die erste Zertifizierung. Das aktuelle Zertifikat gilt vom 5. Oktober 2024 bis zum 5. Oktober 2027. Geprüft werden dabei die Geschäftspraktiken des Unternehmens nach dem Verhaltenskodex des Verbands; ein Siegel für einzelne Schmuckstücke oder eine Offenlegung der Fabriken ist das nicht.
Was der Preis kauft — unsere Einschätzung
Dieser Abschnitt ist eine Einschätzung, kein Befund. Das Grundmaterial ist 925er Sterlingsilber, und der Onlineshop führt eine eigene Kategorie für recyceltes Sterlingsilber. Nach Angaben des Unternehmens werden Silberreste in der Produktion über ein Filtersystem gesammelt und wieder eingeschmolzen; welcher Anteil des Sortiments aus recyceltem Silber besteht, steht dort nicht. Man kauft also eine Marke mit belegter deutscher Herkunft, geprüften Geschäftspraktiken und klar benanntem Material, aber ohne Angabe zum Produktionsland.
Was wir belegen können
- Gründung am 8. Mai 1984 durch Thomas Sabo, Fertigung der ersten Entwürfe in Asien, Sitz Lauf an der Pegnitz, mehr als 1.200 Beschäftigte, 70 Länder (Unternehmensseite)
- Rechtsform GmbH & Co. KG, Komplementärin Thomas Sabo Beteiligungs-GmbH, Geschäftsführer Thomas Sabo und Hanno Chevalier (Impressum)
- RJC-Mitglied seit Februar 2019, zertifiziert bis 5. Oktober 2027 (Verzeichnis Responsible Jewellery Council)
- Lieferkettenrichtlinie vom 17. Juni 2021: keine Rohstoffe aus Konflikt- und Hochrisikogebieten (Unternehmensdokument)
- Wiedereinschmelzen von Silberresten aus der Produktion (Verantwortungsseite)
Was nicht
- Produktionsländer und Fertigungsbetriebe — das Unternehmen nennt keine
- Anteil recycelten Silbers am Sortiment — keine Zahl veröffentlicht
- Umsatz und Anteilsverhältnisse der Gesellschafter — nicht auf den Unternehmensseiten
- Stückkosten und Löhne bei den Produktionspartnern — nicht öffentlich
Quellen
7 insgesamt · intern archiviert- Unternehmensseite — Gründung 8. Mai 1984, Entwürfe in Asien gefertigt, Sitz Lauf, mehr als 1.200 Beschäftigte, 70 Länder, Uhren 2009, Brillen 2019 — THOMAS SABO Abgerufen 14. September 2026
- Impressum — THOMAS SABO GmbH & Co. KG, HRA 11080, Komplementärin Thomas Sabo Beteiligungs-GmbH, Geschäftsführer — THOMAS SABO Abgerufen 14. September 2026
- Verzeichnis Responsible Jewellery Council — Mitglied seit Februar 2019, Zertifikat 0000 5542, gültig 5. Oktober 2024 bis 5. Oktober 2027 — Responsible Jewellery Council Abgerufen 14. September 2026
- Pressemitteilung vom 27. Oktober 2021 — erste RJC-Zertifizierung, rund 3.000 Artikel, mehr als 70 Länder — THOMAS SABO / PR Newswire Abgerufen 14. September 2026
- Verantwortung — Produktionspartner, Wiedereinschmelzen von Silberresten, FSC-Verpackung, Verhaltenskodex für Lieferanten — THOMAS SABO Abgerufen 14. September 2026
- Lieferkettenrichtlinie vom 17. Juni 2021 — keine Rohstoffe aus Konflikt- und Hochrisikogebieten — THOMAS SABO Abgerufen 14. September 2026
- Onlineshop — Materialkategorie recyceltes Sterlingsilber — THOMAS SABO Abgerufen 14. September 2026
Leser-Erfahrungen zu Thomas Sabo
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Ein Kleidungsstück entsteht in mehreren Ländern. Die Angabe auf dem Etikett nennt fast immer nur eines davon. Welches, und was dabei unter den Tisch fällt.
Wir haben zwanzig Marken aus vier Konzernen dieselbe Frage gestellt: Steht auf der Produktseite, wo das Stück hergestellt wurde? Das Ergebnis hat mit dem Preis nichts zu tun — und das ist die eigentliche Nachricht.
Häufige Fragen
Wem gehört Thomas Sabo?
Die THOMAS SABO GmbH & Co. KG aus Lauf an der Pegnitz nennt sich inhabergeführt. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Thomas Sabo Beteiligungs-GmbH, Geschäftsführer sind der Gründer Thomas Sabo und Hanno Chevalier. Die Anteilsverhältnisse veröffentlicht das Unternehmen nicht.
Wo wird Thomas-Sabo-Schmuck hergestellt?
Das Unternehmen nennt keine Produktionsländer. Belegt ist, dass die Entwürfe am Sitz in Lauf entstehen und die Fertigung bei Produktionspartnern liegt. Laut Firmenchronik ließ Thomas Sabo seine ersten Entwürfe 1984 in Asien fertigen.
Ist Thomas Sabo eine deutsche Marke?
Ja. Das Unternehmen wurde 1984 in Lauf an der Pegnitz gegründet, hat dort seinen Sitz mit rund 500 Beschäftigten und entwirft dort das gesamte Sortiment. Deutsch sind Herkunft, Sitz und Design; zum Produktionsort gibt es keine Angabe.
Ist Thomas Sabo RJC-zertifiziert?
Ja. Das Unternehmen ist seit Februar 2019 Mitglied des Responsible Jewellery Council und seit Oktober 2021 zertifiziert; das aktuelle Zertifikat läuft bis zum 5. Oktober 2027. Geprüft werden die Geschäftspraktiken, nicht einzelne Schmuckstücke.
Verwendet Thomas Sabo recyceltes Silber?
Teilweise belegt. Silberreste aus der Produktion werden nach Unternehmensangaben gefiltert und wieder eingeschmolzen, und im Shop gibt es eine Kategorie für recyceltes Sterlingsilber. Einen Anteil am gesamten Sortiment nennt die Marke nicht.