Marken-Porträt · kein Test

Lee

Lee ist älter als die meisten Jeansmarken und begann gar nicht mit Kleidung: 1889 gründete Henry David Lee in Kansas einen Großhandel für Lebensmittel und Waren. Heute gehört Lee zu Kontoor Brands, demselben Konzern wie Wrangler, und ist dort die kleinere der beiden Jeansmarken: 750 Millionen US-Dollar Umsatz im Jahr 2025, fünf Prozent weniger als im Vorjahr.

Veröffentlicht 27. September 2026 Zuletzt geprüft 27. September 2026 7 verlinkte Quellen

Lee

Herkunft
USA
Gegründet
1889
Konzern
Kontoor Brands
Produktion
Lieferantenliste veröffentlicht
Kernmaterialien
Baumwolle, Polyester, Elastan
Preisniveau
2/4
Beleg-Index
45 von 100

Wie viel diese Marke offenlegt und wie viel davon wir prüfen konnten. Es ist keine Qualitätsnote — eine Materialzeile sagt nichts darüber, wie gut ein Stoff ist. Wie wir das berechnen

  • Produktions-Offenlegung 25/25
  • Verlinkte Quellen 20/20
  • Eigene Materialprüfung 0/15
  • Flächengewicht angegeben 0/12
  • Herstellungsland je Produkt 0/10
  • Konstruktionsangaben vorhanden 0/10
  • Kostenaufbau veröffentlicht 0/8

Beleglage zum Preis So viel, wie dieses Preisband üblicherweise belegt

Für wen die Marke gedacht ist

Für alle, die eine bequeme Alltagsjeans suchen, oft mit Stretchanteil. Lee führt Jeans, Hemden, Jacken, Schuhe und Accessoires für Damen, Herren und Kinder. Die geprüfte Herrenjeans Extreme Motion Straight Fit kostete im US-Shop 49,90 Dollar und besteht laut Seite aus 71 Prozent Baumwolle, 28 Prozent Polyester und einem Prozent Elasthan. Den europäischen Shop konnten wir nicht auslesen.

Wem die Marke gehört

Henry David Lee gründete 1889 mit vier Partnern die H.D. Lee Mercantile Company in Kansas, die Lebensmittel und andere Waren an Händler lieferte. 1912 eröffnete das Unternehmen in Salina seine erste Nähfabrik für Overalls und Arbeitsjacken, 1913 kam der einteilige Overall Union-All, 1925 die Cowboyhose 101. 1917 zog der Sitz nach Kansas City; 2019, nach mehr als 130 Jahren im Gründungsstaat, nach Greensboro in North Carolina.

Der Umzug fiel zusammen mit dem Eigentümerwechsel: Am 23. Mai 2019 spaltete VF Corporation sein Jeansgeschäft als Kontoor Brands ab, mit Lee, Wrangler und Rock & Republic. Kontoor ist an der New Yorker Börse notiert und setzte 2025 3,15 Milliarden US-Dollar um. Lee trug davon 750 Millionen bei, fünf Prozent weniger als im Vorjahr, während Wrangler um sechs Prozent wuchs.

Im selben Konzern, mit derselben Fabrikliste, laufen die beiden Jeansmarken in entgegengesetzte Richtungen.

Wo produziert wird

Lee hat keine eigene Fabrikliste. Kontoor Brands veröffentlicht eine gemeinsame Liste für Lee und Wrangler, mit Stand 30. Juni 2026: 823 Betriebe in 36 Ländern, davon 566 bei Lizenznehmern und 256 direkt beauftragte oder eigene Betriebe in 18 Ländern, vor allem in Bangladesch, China, Mexiko, Pakistan und Indien. Die drei Werke in Konzernbesitz liegen in Yucatán und tragen den Namen Manufacturera Lee de México: Tekax, Acanceh und Izamal.

Nach dem Jahresbericht stammten 2025 rund 77 Prozent aller Kontoor-Teile von etwa 330 Vertragswerken in 28 Ländern, 23 Prozent aus den eigenen Werken in Mexiko. Auf der geprüften Produktseite steht kein Herkunftsland.

Was der Preis kauft — unsere Einschätzung

Dieser Abschnitt ist eine Einschätzung. Lee ist die günstigere Alltagsjeans des Konzerns, mit einem guten Viertel Polyester in der geprüften Stretch-Variante. Die Offenlegung ist auf Konzernebene ordentlich, bricht aber an zwei Stellen ab: Die Liste unterscheidet nicht zwischen Lee und Wrangler, und das einzelne Produkt nennt kein Land. Wer wissen will, wo eine bestimmte Lee-Jeans genäht wurde, bekommt darauf keine Antwort. Bei Levi's steht zumindest das Land am Produkt.

Transparenz-Fakten

Nachprüfbare Angaben mit Quelle, keine Bewertung. Eine eigene Ethik-Note vergeben wir nicht — dafür führt der externe Link weiter.

Produktionsländer
Bangladesch, China, Mexiko, Pakistan, Indien, Guatemala, Kenia
Lieferantenliste veröffentlicht
Liste ansehen

Was wir belegen können

  • H.D. Lee Mercantile Company 1889 in Kansas, erste Nähfabrik 1912 in Salina, Union-All 1913, Cowboyhose 101 1925, Umzug nach Greensboro 2019 (Firmenchronik Lee)
  • Abspaltung von VF als Kontoor Brands am 23. Mai 2019 mit Lee, Wrangler und Rock & Republic (Pressemitteilung Kontoor)
  • Lee-Umsatz 2025: 750 Mio. USD, minus 5 Prozent; Konzern 3,15 Mrd. USD (Jahresmitteilung Kontoor)
  • Gemeinsame Fabrikliste mit Wrangler, Stand 30. Juni 2026: 823 Betriebe in 36 Ländern, drei eigene Werke „Manufacturera Lee de México“ in Yucatán (eigene Auswertung der Excel-Datei)
  • Extreme Motion Straight Fit: 49,90 USD, 71 Prozent Baumwolle, 28 Prozent Polyester, 1 Prozent Elasthan, kein Herkunftsland (US-Produktseite, 27. September 2026)

Was nicht

  • Welche Betriebe nur für Lee arbeiten — die Liste trennt Lee und Wrangler nicht
  • Angaben im europäischen Onlineshop — die Seiten ließen sich von uns nicht auslesen
  • Das Herkunftsland einzelner Artikel — die geprüfte Produktseite nennt keins
  • Löhne und Stückkosten — nicht öffentlich

Leser-Erfahrungen zu Lee

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Häufige Fragen

Wem gehört Lee?

Kontoor Brands aus Greensboro, North Carolina, dem Konzern hinter Wrangler und Helly Hansen. Kontoor wurde am 23. Mai 2019 von VF Corporation abgespalten und ist an der New Yorker Börse notiert.

Seit wann gibt es Lee?

Henry David Lee gründete 1889 in Kansas die H.D. Lee Mercantile Company, zunächst ein Großhandel. Die erste eigene Nähfabrik öffnete 1912 in Salina, die Cowboyhose 101 kam 1925.

Wo wird Lee produziert?

In Vertragswerken und drei eigenen Werken in Mexiko. Die gemeinsame Liste mit Wrangler führt 823 Betriebe in 36 Ländern, direkt beauftragt vor allem in Bangladesch, China, Mexiko, Pakistan und Indien. Die geprüfte Produktseite nennt kein Land.

Sind Lee und Wrangler dieselbe Firma?

Sie gehören demselben Konzern, Kontoor Brands, und teilen sich die Fabrikliste. Als Marken sind sie getrennt: Lee setzte 2025 rund 750 Millionen US-Dollar um, Wrangler 1,91 Milliarden.

Wächst Lee?

Nein. Der Lee-Umsatz sank 2025 um fünf Prozent auf 750 Millionen US-Dollar, während Wrangler im selben Konzern um sechs Prozent zulegte.

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