Marken-Porträt · kein Test

Wrangler

Wrangler ist die Jeans der Rodeo-Reiter: 1947 kam die 13MWZ auf den Markt, entworfen vom Schneider Rodeo Ben und getragen von Profi-Cowboys. Heute ist Wrangler mit 1,91 Milliarden US-Dollar Umsatz die mit Abstand größte Marke von Kontoor Brands, einem börsennotierten Konzern aus Greensboro, der 2019 aus VF Corporation abgespalten wurde.

Veröffentlicht 27. September 2026 Zuletzt geprüft 27. September 2026 7 verlinkte Quellen

Wrangler

Herkunft
USA
Gegründet
1947
Konzern
Kontoor Brands
Produktion
Lieferantenliste veröffentlicht
Kernmaterialien
Baumwolle
Preisniveau
2/4
Beleg-Index
45 von 100

Wie viel diese Marke offenlegt und wie viel davon wir prüfen konnten. Es ist keine Qualitätsnote — eine Materialzeile sagt nichts darüber, wie gut ein Stoff ist. Wie wir das berechnen

  • Produktions-Offenlegung 25/25
  • Verlinkte Quellen 20/20
  • Eigene Materialprüfung 0/15
  • Flächengewicht angegeben 0/12
  • Herstellungsland je Produkt 0/10
  • Konstruktionsangaben vorhanden 0/10
  • Kostenaufbau veröffentlicht 0/8

Beleglage zum Preis So viel, wie dieses Preisband üblicherweise belegt

Für wen die Marke gedacht ist

Für alle, die eine robuste, eher klassisch geschnittene Jeans suchen, ob im Stall, bei der Arbeit oder in der Stadt. Wrangler verkauft Jeans, Hemden, Jacken, Schuhe und Accessoires und stellt sich selbst als Marke mit Wurzeln im Western-Lebensstil dar. Die geprüfte 13MWZ Original Cowboy Cut kostete im deutschen Onlineshop 80 Euro und ist mit 100 Prozent Baumwolle angegeben.

Wem die Marke gehört

Die Geschichte beginnt in Greensboro, North Carolina: 1904 gründeten C.C. Hudson und sein Bruder die Hudson Overall Company, die sich 1919 in Blue Bell umbenannte. 1943 kaufte Blue Bell die Arbeitskleidungsfirma Casey Jones und bekam damit die Rechte an einem kaum genutzten Markennamen: Wrangler. 1947 folgte die 13MWZ. 1986 fusionierte Blue Bell mit VF Corporation.

Seit dem 23. Mai 2019 gehört Wrangler zu Kontoor Brands, dem Jeansgeschäft, das VF abgespalten und an die Börse gebracht hat, zusammen mit Lee. 2025 kam Helly Hansen dazu. Kontoor setzte im Geschäftsjahr 2025 3,15 Milliarden US-Dollar um, Wrangler davon 1,91 Milliarden, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Ein einzelner Kunde steht für fast ein Drittel des Konzernumsatzes: Walmart, mit 30 Prozent.

Die Jeans der Rodeo-Reiter lebt heute zu einem guten Teil vom größten Supermarkt der Welt.

Wo produziert wird

Kontoor hat 2025 nach eigenen Angaben rund 157 Millionen Teile hergestellt oder eingekauft. 77 Prozent kamen von etwa 330 Vertragswerken in 28 Ländern, 23 Prozent aus eigenen Werken in Mexiko; einen Teil davon hat der Konzern im dritten Quartal 2025 geschlossen.

Die Fabrikliste auf der Konzernseite führt Wrangler und Lee nur gemeinsam. In der Fassung mit Stand 30. Juni 2026 stehen dort 823 Betriebe in 36 Ländern, jeder mit Name, Adresse und Beschäftigtenspanne. 566 davon arbeiten für Lizenznehmer, also Firmen, die Wrangler- oder Lee-Ware in eigener Regie fertigen lassen. Direkt beauftragt oder in eigener Hand sind 256 Betriebe in 18 Ländern, am häufigsten in Bangladesch (118), China (34), Mexiko (26), Pakistan und Indien (je 16). Drei davon gehören Kontoor selbst, alle auf der Halbinsel Yucatán: Tekax, Acanceh und Izamal.

Am Produkt fehlt die Herkunft. Auf der Seite der geprüften 13MWZ steht kein Herkunftsland, auch nicht im Quelltext hinter der Seite.

Was der Preis kauft — unsere Einschätzung

Dieser Abschnitt ist eine Einschätzung. Wrangler ist bei der Offenlegung des Konzerns weiter als viele Modemarken: eine vollständige Liste mit Adressen, sogar mit Lizenznehmern. Beim einzelnen Artikel endet sie aber früher als bei Levi's, wo immerhin das Land am Produkt steht. Für 80 Euro bekommt man eine schlichte Baumwolljeans mit einer echten Geschichte; wo genau sie entstanden ist, sagt einem weder die Seite noch die Liste, weil beide Marken des Konzerns darin zusammengefasst sind.

Transparenz-Fakten

Nachprüfbare Angaben mit Quelle, keine Bewertung. Eine eigene Ethik-Note vergeben wir nicht — dafür führt der externe Link weiter.

Produktionsländer
Bangladesch, China, Mexiko, Pakistan, Indien, Guatemala, Kenia
Lieferantenliste veröffentlicht
Liste ansehen

Was wir belegen können

  • Hudson Overall Company 1904 in Greensboro, ab 1919 Blue Bell; 1943 Kauf von Casey Jones samt Markenname Wrangler; 1947 die 13MWZ mit Rodeo Ben; 1986 Fusion mit VF (Firmenchronik Wrangler)
  • Abspaltung von VF als Kontoor Brands am 23. Mai 2019 mit Wrangler, Lee und Rock & Republic, Börsenkürzel KTB (Pressemitteilung Kontoor)
  • Konzernumsatz 2025: 3,15 Mrd. USD; Wrangler 1,91 Mrd. USD, plus 6 Prozent (Jahresmitteilung Kontoor)
  • Rund 157 Mio. Teile 2025, 77 Prozent aus rund 330 Vertragswerken in 28 Ländern, 23 Prozent aus eigenen Werken in Mexiko; Walmart 30 Prozent des Umsatzes (10-K Kontoor)
  • Fabrikliste Stand 30. Juni 2026: 823 Betriebe in 36 Ländern für Lee und Wrangler gemeinsam, davon 566 bei Lizenznehmern und drei eigene Werke in Yucatán (eigene Auswertung der Excel-Datei)
  • 13MWZ Original Cowboy Cut: 80 Euro, 100 Prozent Baumwolle, kein Herkunftsland auf der Seite (Produktseite, 27. September 2026)

Was nicht

  • Welche Betriebe nur für Wrangler arbeiten — die Liste trennt Wrangler und Lee nicht
  • Das Herkunftsland einzelner Artikel — die geprüfte Produktseite nennt keins
  • Welche Werke in Mexiko 2025 geschlossen wurden — der Jahresbericht nennt keine Standorte
  • Löhne und Stückkosten — nicht öffentlich

Leser-Erfahrungen zu Wrangler

Das sind Erfahrungen von Leserinnen und Lesern, keine Bewertung unserer Redaktion. Wir testen nicht — wir belegen. Jeder Beitrag wird vor der Veröffentlichung geprüft.

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Häufige Fragen

Wem gehört Wrangler?

Kontoor Brands aus Greensboro, North Carolina, einem börsennotierten Konzern (Kürzel KTB). Kontoor wurde am 23. Mai 2019 von VF Corporation abgespalten und führt daneben Lee und seit 2025 Helly Hansen.

Seit wann gibt es Wrangler?

Den Namen erwarb der Hersteller Blue Bell 1943 mit der Firma Casey Jones. Die erste Wrangler-Jeans, die 13MWZ, kam 1947 auf den Markt. Das Unternehmen dahinter geht auf die Hudson Overall Company von 1904 zurück.

Wo wird Wrangler produziert?

Zu 77 Prozent in rund 330 Vertragswerken in 28 Ländern, der Rest in eigenen Werken in Mexiko. Die direkt beauftragten Betriebe liegen am häufigsten in Bangladesch, China, Mexiko, Pakistan und Indien. Die geprüfte Produktseite nennt kein Land.

Gibt es eine Fabrikliste von Wrangler?

Ja, aber nur zusammen mit Lee. Kontoor Brands veröffentlicht eine Excel-Liste mit 823 Betrieben in 36 Ländern, Stand 30. Juni 2026, mit Adressen und Beschäftigtenspannen. Welche Betriebe nur für Wrangler arbeiten, lässt sich daraus nicht ablesen.

Gehören Wrangler und Lee zusammen?

Ja. Beide Marken gehören Kontoor Brands. Lee setzte 2025 rund 750 Millionen US-Dollar um, Wrangler 1,91 Milliarden.

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