Marken-Porträt · kein Test

bugatti

bugatti ist eine Herrenmode-Marke aus Ostwestfalen, die heute auch Damenmode, Schuhe und Koffer führt. Dahinter steht die Familie Brinkmann: Friedrich Wilhelm Brinkmann gründete 1947 eine Lohnkonfektion, seit 1986 führen seine Söhne, seit 2009 auch die Enkel. Die Gruppe setzte 2025 191 Millionen Euro um, die Lizenzpartner der Marke noch einmal rund 166 Millionen.

Veröffentlicht 29. September 2026 Zuletzt geprüft 29. September 2026 7 verlinkte Quellen

bugatti

Herkunft
Deutschland
Gegründet
1947
Konzern
Unabhängig
Produktion
Keine Angabe
Kernmaterialien
Baumwolle, Elastan, Elastomultiester
Preisniveau
2/4
Beleg-Index
20 von 100

Wie viel diese Marke offenlegt und wie viel davon wir prüfen konnten. Es ist keine Qualitätsnote — eine Materialzeile sagt nichts darüber, wie gut ein Stoff ist. Wie wir das berechnen

  • Produktions-Offenlegung 0/25
  • Verlinkte Quellen 20/20
  • Eigene Materialprüfung 0/15
  • Flächengewicht angegeben 0/12
  • Herstellungsland je Produkt 0/10
  • Konstruktionsangaben vorhanden 0/10
  • Kostenaufbau veröffentlicht 0/8

Beleglage zum Preis Weniger, als dieses Preisband üblicherweise belegt

Für wen die Marke gedacht ist

Für alle, die gepflegte Alltagskleidung ohne großes Logo suchen, im Büro wie in der Freizeit. bugatti verkauft Jacken, Mäntel, Sakkos, Hemden, Strick, Hosen und Jeans für Männer, inzwischen auch eine Damenkollektion, dazu Schuhe und Accessoires von Koffern bis Düften. Preislich liegt die Marke in der Mitte: Die Bestseller-Chino kostete im Onlineshop 99,99 Euro, die Bestseller-Jeans 89,99 Euro. Seit 2025 inszeniert sich bugatti ausdrücklich italienisch, mit Kampagnen und einer Kapselkollektion rund um Forte dei Marmi.

Wem die Marke gehört

Nach der Chronik auf der Markenseite gründete Friedrich Wilhelm Brinkmann 1947 eine Lohnkonfektion für Damen- und Herrenbekleidung und zeigte ein Jahr später seine erste Kollektion, Mäntel und Hosen. Den Namen bugatti führt die Marke nach eigener Angabe seit 1978. 1986 traten die Söhne Wolfgang und Klaus Brinkmann in die Geschäftsführung ein, nach dem Tod des Vaters 1994 übernahmen sie das Unternehmen ganz. Aus der dritten Generation arbeiten Markus und Julius Brinkmann seit 2009 als CEO mit, Lena Brinkmann seit 2013 als Leiterin der Damenmode.

Die Marke führt die bugatti GmbH in Herford, auf den Produktseiten als verantwortlicher Wirtschaftsakteur angegeben; im Impressum stehen alle vier Brinkmanns als Geschäftsführer. Darüber sitzt die bugatti Holding Brinkmann GmbH & Co. KG, zu der auch der Anzughersteller Dressler, Wilvorst und die Reitsportmarken Pikeur und Eskadron gehören. Die Gruppe setzte 2025 nach eigener Mitteilung 191 Millionen Euro um, ein Prozent mehr als im Vorjahr, und beschäftigt 557 Menschen, 210 davon am Sitz in Herford.

Fast so viel wie die ganze Gruppe setzen die 13 Lizenzpartner mit dem Namen bugatti um — in einer eigenen Rechnung.

Das Lizenzgeschäft ist der Wachstumsträger: 13 Partner, die unter dem Namen bugatti etwa Taschen, Lederwaren und Gepäck verkaufen, kamen 2025 auf rund 166 Millionen Euro, sieben Prozent mehr. Dieser Umsatz ist im Gruppenumsatz nicht enthalten. Wer also einen bugatti-Koffer kauft, kauft womöglich bei einem Lizenznehmer, nicht beim Familienunternehmen selbst; welche Produkte das im Einzelnen betrifft, nennt die Mitteilung nicht.

Wo verkauft wird

Nach der Mitteilung vom Mai 2026 ist bugatti international mit 42 Stores und auf etwa 400 Handelsflächen vertreten. In Deutschland gibt es 12 eigene und 6 Franchise-Stores, rund 250 Flächen im Handel und 8 Outlets. Die Marke macht 61,4 Prozent ihres Umsatzes im Ausland, vor allem in Österreich, Italien, den Benelux-Staaten, Irland und Großbritannien.

Wo produziert wird

Das bleibt offen. Auf den Seiten von bugatti haben wir weder eine Liste der Produktionsbetriebe noch eine Aufzählung der Länder gefunden, eine eigene Nachhaltigkeitsseite gibt es im Onlineshop nicht. Auch die beiden geprüften Produkte nennen kein Herkunftsland; unter „Produktsicherheit & Hersteller Information“ steht nur die bugatti GmbH in Herford als verantwortlicher Wirtschaftsakteur. Die Materialangaben sind dagegen vollständig: Die Chino besteht zu 85 Prozent aus Baumwolle, zu 12 Prozent aus Elastomultiester und zu 3 Prozent aus Elasthan, die Jeans aus 97 Prozent Baumwolle und 3 Prozent Elasthan.

Was der Preis kauft — unsere Einschätzung

Dieser Abschnitt ist eine Einschätzung. Bei knapp 100 Euro für eine Chino zahlt man für einen bekannten Namen, verlässliche Schnitte und ein gut ausgebautes Händlernetz. Über das Unternehmen erfährt man ungewöhnlich viel für einen Mittelständler, über die Herkunft der Ware dagegen nichts. Wer beides vergleichen will, findet bei Levi's ein Herkunftsland am Produkt und eine vollständige Werksliste.

Wie wir geprüft haben

Chronik, Impressum und Pressemitteilung haben wir am 29. September 2026 im Wortlaut gelesen, ebenso die Produktseiten der beiden Bestseller, Chino 4220-16224 in Marine und Jeans 3919D-26612 in Blau. Nach einer Fabrikliste, Länderangaben und Mitgliedschaften in Brancheninitiativen haben wir auf der Markenseite und in der Pressemitteilung gesucht.

Was wir belegen können

  • 1947 von Friedrich Wilhelm Brinkmann als Lohnkonfektion gegründet, erste Kollektion ein Jahr später; Söhne Wolfgang und Klaus seit 1986 in der Geschäftsführung, dritte Generation seit 2009 (Chronik „Familie“)
  • Markenname bugatti seit 1978 (Seite „Werte & Identität“)
  • Markeninhaberin und verantwortlicher Wirtschaftsakteur ist die bugatti GmbH, Hansastraße 55 in Herford, HRB 6966, Geschäftsführer Wolfgang, Klaus, Markus und Julius Brinkmann (Impressum)
  • Gruppenumsatz 2025: 191 Mio. Euro, plus 1 Prozent; 13 Lizenzpartner mit rund 166 Mio. Euro, nicht im Gruppenumsatz; 557 Mitarbeitende, 210 in Herford (Pressemitteilung vom 7. Mai 2026)
  • 42 Stores international, etwa 400 Handelsflächen; in Deutschland 12 eigene und 6 Franchise-Stores, rund 250 Flächen, 8 Outlets; Exportanteil der Marke 61,4 Prozent (Pressemitteilung vom 7. Mai 2026)
  • Chino 99,99 Euro mit 85 Prozent Baumwolle, 12 Prozent Elastomultiester, 3 Prozent Elasthan; Jeans 89,99 Euro mit 97 Prozent Baumwolle, 3 Prozent Elasthan (Produktseiten, 29. September 2026)

Was nicht

  • In welchen Ländern und Betrieben bugatti fertigen lässt — keine Fabrik- oder Länderliste gefunden
  • Das Herkunftsland einzelner Artikel — die geprüften Produktseiten nennen keins
  • Welche Produkte von Lizenznehmern stammen — die Mitteilung nennt nur Taschen, Lederwaren und Gepäck als Beispiele
  • Mitgliedschaften in Brancheninitiativen oder Zertifizierungen — auf den Seiten der Marke nicht angegeben
  • Wie groß der Anteil der Familie an der Holding ist — Gesellschafter nennt die Marke nicht in Zahlen

Leser-Erfahrungen zu bugatti

Das sind Erfahrungen von Leserinnen und Lesern, keine Bewertung unserer Redaktion. Wir testen nicht — wir belegen. Jeder Beitrag wird vor der Veröffentlichung geprüft.

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Häufige Fragen

Wem gehört bugatti?

Der Familie Brinkmann aus Herford. Die Marke gehört zur bugatti GmbH, darüber steht die bugatti Holding Brinkmann GmbH & Co. KG. Geführt wird sie von Wolfgang und Klaus Brinkmann und aus der dritten Generation von Markus und Julius Brinkmann.

Seit wann gibt es bugatti?

Das Unternehmen geht auf eine Lohnkonfektion zurück, die Friedrich Wilhelm Brinkmann 1947 gründete. Den Markennamen bugatti führt es nach eigener Angabe seit 1978.

Wo wird bugatti produziert?

Das legt bugatti nicht offen. Eine Fabrik- oder Länderliste haben wir nicht gefunden, und die geprüften Produktseiten nennen kein Herkunftsland. Angegeben ist nur die bugatti GmbH in Herford als verantwortlicher Hersteller.

Wie groß ist bugatti?

Die Unternehmensgruppe setzte 2025 191 Millionen Euro um und beschäftigt 557 Menschen. Dazu kommen 13 Lizenzpartner, die mit dem Namen bugatti rund 166 Millionen Euro umsetzten.

Stammen alle bugatti-Produkte von bugatti selbst?

Nein. Ein Teil läuft über 13 Lizenzpartner, die Mitteilung nennt als Beispiele Taschen, Lederwaren und Gepäck. Welche Artikel im Einzelnen von Lizenznehmern kommen, geht aus den Quellen nicht hervor.

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