Marken-Porträt · kein Test

Timberland

Timberland ist der seltene Fall einer Arbeitsschuhmarke, die zur Straßenmode wurde, ohne den Stiefel zu verändern. Das Unternehmen dahinter wechselte 2011 den Besitzer: VF Corporation zahlte 2,3 Milliarden US-Dollar. Seitdem ist Timberland eine Marke unter vielen in einem Konzern aus Denver, mit der Konzernlieferkette, dem Konzernfabrikverzeichnis und den Konzernentscheidungen.

Veröffentlicht 13. September 2026 Zuletzt geprüft 13. September 2026 5 verlinkte Quellen

Timberland

Herkunft
USA
Gegründet
1973
Konzern
VF Corporation
Produktion
Lieferantenliste veröffentlicht
Kernmaterialien
Leder, Baumwolle, Polyester
Preisniveau
3/4
Beleg-Index
45 von 100

Wie viel diese Marke offenlegt und wie viel davon wir prüfen konnten. Es ist keine Qualitätsnote — eine Materialzeile sagt nichts darüber, wie gut ein Stoff ist. Wie wir das berechnen

  • Produktions-Offenlegung 25/25
  • Verlinkte Quellen 20/20
  • Eigene Materialprüfung 0/15
  • Flächengewicht angegeben 0/12
  • Herstellungsland je Produkt 0/10
  • Konstruktionsangaben vorhanden 0/10
  • Kostenaufbau veröffentlicht 0/8

Beleglage zum Preis So viel, wie dieses Preisband üblicherweise belegt

Für wen die Marke gedacht ist

Für Menschen, die den gelben Stiefel als Klassiker tragen, und für alle, die robuste Alltagsschuhe, Jacken und Baumwollbasics mit einem bekannten Baum-Logo suchen. Timberland verkauft in eigenen Läden, im Handel und online; die Preise liegen im mittleren Band, mit dem Sechs-Zoll-Stiefel als Flaggschiff.

Wem die Marke gehört

Die Wurzeln reichen in die Abington Shoe Company, die Nathan Swartz in den 1950er-Jahren übernahm; 1973 kam der wasserdichte Stiefel mit dem Namen Timberland auf den Markt, 1978 wurde das ganze Unternehmen danach benannt. Der Firmensitz liegt seit Jahrzehnten in Stratham, New Hampshire.

Am 13. September 2011 schloss VF Corporation die Übernahme von Timberland ab: 43 US-Dollar je Aktie, insgesamt 2,3 Milliarden. VF ist ein börsennotierter Konzern aus Denver, zu dem heute unter anderem The North Face, Vans, Dickies, Eastpak, Napapijri und icebreaker gehören. Timberland ist damit keine eigenständige Firma mehr, sondern eine Marke im Portfolio, und die Zahlen im VF-Jahresbericht sind entsprechend Konzernzahlen.

Das Erbe aus New Hampshire steht auf dem Etikett. Die Lieferkette steht im Fabrikverzeichnis von VF Corporation.

Wo produziert wird

VF beschreibt seine Beschaffung im Jahresbericht für das am 29. März 2025 beendete Geschäftsjahr: rund 260 Millionen Teile über alle Marken, bezogen aus etwa 273 Vertragsfabriken in rund 30 Ländern. Für die USA nennt der Konzern Vietnam, Bangladesch, Kambodscha und Indonesien als die vier wichtigsten Beschaffungsmärkte; weniger als zwei Prozent der US-Ware kommt aus China. Eine Aufteilung nach Marken, also welche Länder Timberland beliefern, veröffentlicht VF nicht.

Dafür veröffentlicht VF seit 2016 eine Fabrikliste, nach eigenen Angaben mit allen Tier-1-Betrieben, etwa 80 Prozent der Tier-2-Betriebe nach Einkaufsvolumen und nahezu allen Lizenzfertigern, vierteljährlich aktualisiert. Die Liste ordnet keinen Stiefel einer Fabrik zu, aber sie ist prüfbar, und sie gilt für Timberland genauso wie für Vans.

Was der Preis kauft — unsere Einschätzung

Dieser Abschnitt ist eine Einschätzung, kein Befund. Beim Stiefel ist das Material vergleichsweise gut dokumentiert: Leder, Gummisohle, abgedichtete Nähte. Bei Bekleidung und Basics sind Baumwolle und Polyester der Regelfall. Was man für den Preis bekommt, ist eine belegte Konzernlieferkette mit öffentlicher Fabrikliste, aber keine Angabe, welche der rund 30 Länder ein bestimmtes Paar gefertigt hat. Herstellkosten je Paar veröffentlicht weder die Marke noch der Konzern; Zahlen dazu im Netz sind Schätzungen.

Transparenz-Fakten

Nachprüfbare Angaben mit Quelle, keine Bewertung. Eine eigene Ethik-Note vergeben wir nicht — dafür führt der externe Link weiter.

Produktionsländer
Vietnam, Bangladesch, Kambodscha, ID
Lieferantenliste veröffentlicht
Liste ansehen

Was wir belegen können

  • Übernahme durch VF Corporation am 13. September 2011 für 2,3 Mrd. USD (Pressemitteilung VF)
  • Stiefel seit 1973, Firmenname seit 1978, Sitz Stratham (Timberland-Newsroom, VF)
  • Konzern-Beschaffung: rund 273 Vertragsfabriken in rund 30 Ländern, wichtigste Märkte für die USA (Jahresbericht 10-K FY2025)
  • Öffentliche Fabrikliste des Konzerns, vierteljährlich aktualisiert (VF Corporation)

Was nicht

  • Welche Länder und Fabriken Timberland-Produkte fertigen — VF teilt die Liste nicht nach Marken auf
  • Herstellkosten je Paar — nicht öffentlich
  • Materialangaben einzelner Bekleidungsartikel — Produktseiten noch nicht ausgewertet
  • Löhne in den Vertragsfabriken

Quellen

5 insgesamt · intern archiviert
  1. Pressemitteilung VF zum Abschluss der Übernahme, 13. September 2011 — 43 USD je Aktie, 2,3 Mrd. USD — VF Corporation Abgerufen 13. September 2026
  2. Timberland-Newsroom: der Original-Stiefel seit 1973 — Timberland Abgerufen 13. September 2026
  3. Jahresbericht 10-K für das Geschäftsjahr bis 29. März 2025 — Beschaffung, Fabriken, Länder — VF Corporation / SEC Abgerufen 13. September 2026
  4. Fabrikliste des Konzerns — Tier 1, Tier 2, Lizenzfertiger, vierteljährlich — VF Corporation Abgerufen 13. September 2026
  5. Unternehmensgeschichte VF — Marken und Übernahmen — VF Corporation Abgerufen 13. September 2026

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Häufige Fragen

Wem gehört Timberland?

Seit dem 13. September 2011 VF Corporation aus Denver, die 2,3 Milliarden US-Dollar zahlte. Zum selben Konzern gehören The North Face, Vans und Dickies.

Wo werden Timberland-Stiefel produziert?

VF nennt für den Konzern rund 273 Vertragsfabriken in rund 30 Ländern, mit Vietnam, Bangladesch, Kambodscha und Indonesien als wichtigsten Beschaffungsmärkten für die USA. Eine Aufteilung nach Marken gibt es nicht.

Gibt es eine Fabrikliste?

Ja, VF veröffentlicht seit 2016 eine Liste seiner Tier-1-Fabriken und eines Großteils der Tier-2-Betriebe, vierteljährlich aktualisiert. Sie gilt für alle Konzernmarken, ohne Zuordnung einzelner Produkte.

Seit wann gibt es Timberland?

Der wasserdichte Stiefel mit dem Namen Timberland kam 1973 auf den Markt; 1978 wurde das ganze Unternehmen, zuvor Abington Shoe Company, danach benannt. Der Sitz liegt in Stratham, New Hampshire.

Welche Marken gehören zum selben Konzern wie Timberland?

VF Corporation führt unter anderem The North Face, Vans, Dickies, Eastpak, Napapijri und icebreaker. Die Zahlen im Jahresbericht sind Konzernzahlen, nicht Markenzahlen.

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